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Rubrik: Szene, Wissenschaft

Abtauchen in den „Ozean der Zukunft"

Donnerstag, 25. März 2010, 08:02

Ab heute in München zu sehen: Die Ausstellung "Ozeane der Zukunft", Copyright: "Ozean der Zukunft", Foto: Nickel

Ab 25. März ist mit dem „Ozean der Zukunft" zum ersten Mal eine meereswissenschaftliche Ausstellung zu Gast im Deutschen Museum in München. Die rund 300 Quadratmeter große Sonderausstellung der Kieler Meereswissenschaftler aus dem Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft" wird im Zentrum Neue Technologien zu sehen sein und zeigt, wie sich die Weltmeere in Zukunft verändern werden und welche Chancen und Risiken die Ozeane für den Menschen bergen

„Es ist uns Meeresforschern wichtig zu vermitteln, wie der Ozean in der Zukunft aussehen wird. Klar ist, die Folgen der Globalisierung und des Klimawandels haben unmittelbare Auswirkungen auf die Weltmeere und damit auf unsere Gesellschaft. Wir möchten mit der Ausstellung daher auf die wichtigsten Themen aufmerksam machen und aufzeigen, dass wir für die Generation unserer Kinder umsichtig mit unserer Erde umgehen müssen," sagt Prof. Dr. Martin Visbeck, Sprecher des Kieler Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft".

Die Sonderausstellung „Ozean der Zukunft“ wurde speziell für das Deutsche Museum München entwickelt und bildet den Höhepunkt der bisherigen Ausstellungspräsentationen des Kieler Exzellenzclusters. Besucher des Museums erfahren mehr über Themen wie Meeresspiegelanstieg und Küstengefährdung, Bodenschätze und Ressourcen in der Tiefsee oder über die Aufnahme des Treibhausgases Kohlendioxid im Ozean und die Folgen. Aber auch die Fischerei und der nachhaltige Umgang mit der wertvollen Nahrung aus dem Meer sowie das internationale Seerecht mit der noch unbeantworteten Frage „Wem gehört der Nordpol?" kommen zu Wort. Besucher erleben in Kurzfilmen eindrucksvolle Ausschnitte aus dem Forschungsalltag der Meereswissenschaftler und lernen anschaulich an echten Forschungsgeräten oder originalgetreuen Modellen die moderne Technik kennen, die heute in der Meeresforschung eingesetzt wird. Darüber hinaus vermitteln interaktive und beindruckende dreidimensionale Exponate für Erwachsene wie Jugendliche wie das Kieler Weltrelief oder ein Relief-Globus Besuchern spielerisch die spannenden Aspekte der Meeresforschung.

Die Seenelke (Metridium senile), eine Vertreterin der Seeanemonen in Nord- und Ostsee, Copyright: "Ozean der Zukunft", Foto: Schönmut

Die Ausstellung „Ozean der Zukunft" lässt den Besucher mit allen Sinnen in den Ozean abtauchen. Abgeholt wird man im hellen Bereich. Nach einer kurzen Einleitung geht es um den Meeresspiegelanstieg und die Folgen für besonders bedrohte Länder und Paradiese. Dann wird der Besucher tiefer und tiefer ins Meer geführt, dort, wo zahlreiche Messroboter schwimmen, Meerestiere leuchten, Rohstoffe lagern und Seeigel oder Kaltwasserkorallen um ihre Kalkschalen fürchten müssen. Hier geht es aber auch um die lebenswichtige Ressource Fisch und die noch ungeklärten rechtlichen Fragen. Ein interaktiver Multitouch-Tisch, der Future Ocean Explorer, vertieft die Themen und lädt Interessierte ein, mehr über die in der Ausstellung inszenierten Themen zu erfahren. Spannende Interviews mit Wissenschaftlern, Filme oder Animationen lassen den Besucher am Tisch selbst zum Forscher nach Wissensbausteinen werden.

Die Ausstellung „Ozean der Zukunft" ist am 24. März feierlich im Beisein von Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch, Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, eröffnet worden und ist vom 25. März bis zum 30. August im Deutschen Museum in München zu sehen. Öffnungszeiten: Täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr. Infos: www.deutsches-museum.de und www.ifm-geomar.de.

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