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Rubrik: Umwelt

Artenschutz: Gewinner und Verlierer 2016

Samstag, 31. Dezember 2016, 10:40

Für Menschenaffen, Löwen, Giraffen oder Vaquitas war 2016 laut der WWF-Jahresbilanz keine gute Zeit: Die Bestände sind weiterhin rückläufig, die Bedrohungen nehmen zu. Gar als endgültig ausgestorben muss der Rabbs Fransenzehen-Laubfrosch gelten. Das letzte bekannte Exemplar starb in einem Terrarium. Wilderei, Lebensraumverlust, Klimawandel und Übernutzung – darunter leiden diese Tierarten und mit ihnen die biologische Vielfalt weltweit

Walhai

Stark berdroht: Walhaie, Foto: © Jürgen Freund/WWF

So zeigt der Living-Planet-Index des WWF auch 2016 steil nach unten. Seit den 1970er-Jahren wurde ein Minus von 58 Prozent gemessen. „Der Mensch verursacht gerade das größte, globale Artensterben seit Verschwinden der Dinosaurier“, warnt daher Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland.

Vaquita

Einer der Verlierer des Jahres 2016: Vaquitas, die kleinsten und seltensten Wale der Welt, Foto: © WWF/Jesus Camacho

Verlierer 2016
Der WWF hebt besonders die Bedrohungen für zwei Meerestierarten hervor. So gilt für den Walhai, dass Veränderungen in der Ozeantemperatur und der chemischen Zusammensetzung des Wassers den größten Fisch der Erde bedrohen. Zudem werden Walhaie noch immer gejagt oder enden als ungewollter Beifang in den Netzen der globalen Fangflotten. Die Art gilt inzwischen als stark gefährdet – wir berichteten.

Stark bedroht sind ebenso Vaquitas, die kleinsten und seltensten Wale der Welt. Nur noch 60 Exemplare leben vor der Küste Mexikos. Wenn nicht schnell ein wirksamer Schutz gelingt, ist die Art dem Tod geweiht. Die größte Bedrohung ist die Fischerei: Vaquitas verenden oft als ungewollter Beifang in oft illegal gestellten und im Meer zurückgelassenen Netzen – wir berichteten.

Rotfeuerfisch

Ein Gewinner des Jahres 2016: der Rotfeuerfisch im Mittelmeer, Foto: © Jürgen Freund/WWF

Gewinner 2016
Einer der Gewinner ist zweifellos der Rotfeuerfisch: Mit steigenden Wassertemperaturen fühlen sich die giftigen Rotfeuerfische im Mittelmeer immer wohler. Sie gelangten über den Suezkanal ins Mittelmeer und profitieren offenbar vom Klimawandel. Da sie hier keine natürlichen Feinde haben, bedrohen die Raubfische das ökologische Gleichgewicht im Mittelmeer – wir berichteten.

Infos: www.wwf.de.

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