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Rubrik: Umwelt

Ausstellung zur Dokumentation der Ostsee

Montag, 13. Dezember 2010, 08:01

Im Sommer 2010 bereiste die Changing Oceans Expedition der Schweizer Antinea Foundation die südliche Ostsee, um gemeinsam mit dem Deutschen Meeresmuseum deren Zustand zu dokumentieren. Als Forschungsplattform diente die „Fleur de Passion", ein zweimastiges Segelschiff mit bewegter Vergangenheit

Fleur de Passion

Die "Fleur de Passion" auf Forschungsfahrt in der Ostsee, Foto: Johannes-Maria Schlorke

Ein Hauptaugenmerk der Arbeit der Museumswissenschaftler des Stralsunder Meeresmuseums gilt seit jeher der Ostsee – dem Meer vor der eigenen Haustür. Seit 2008 arbeiten die Forschungstaucher des Museums, in Zusammenarbeit mit Umweltverbänden und verschiedenen anderen Institutionen, am Projekt „Ostseedokumentation", das auch umfangreich durch die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung gefördert wurde. Ziel ist es, die Lebensräume der Ostsee in Langzeitbeobachtungen zu dokumentieren und daraus Strategien für deren Schutz zu entwickeln. Die Projektergebnisse, zahlreiche Unterwasserfotos und -filme fanden schon jetzt Verwendung im Deutschen Meeresmuseum, u. a. in der Ostsee-Ausstellung im Ozeaneum.

Die Forschungsfahrt des Deutschen Meeresmuseums fand in zwei Etappen statt. Die erste Etappe führte die Wissenschaftler in die Dänische Beltsee, die deutlich marin geprägt, einen wesentlich höheren Salzgehalt als die zentrale Ostsee aufweist. In dieser Region konnten die Forscher ein breites Spektrum an Algen, Wirbellosen und Fischen untersuchen sowie Schweinswale und zahlreiche Seevögel beobachten. Für diese Tour waren Kathrin Krügel, Ines Podszuck, Erika Teßmann, Karsten Scheibner und Dr. Timo Moritz im Einsatz. Während der zweiten Etappe galt den Schutzgebieten des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft und Jasmund besondere Aufmerksamkeit. Die Tauchuntersuchungen zwischen Rügen und Wismar erfolgten durch Dr. Thomas Förster, Michael Mäuslein, Johannes Plath, Johannes-Maria Schlorke, Wolf Wichmann und Museumsdirektor Dr. Harald Benke.

Die umfassenden Ergebnisse dieser Expedition bestärkten die Mitarbeiter der Antinea Foundation und des Deutschen Meeresmuseums, die Zusammenarbeit auch künftig in anderen Meeresregionen fortzusetzen. Zunächst präsentieren beide Organisationen jedoch das aktuelle Ostsee-Projekt, erste Ergebnisse sowie das Gesamtvorhaben der Changing Oceans Expedition in einer gemeinsamen Ausstellung im Meeresmuseum Stralsund. Die Sonderausstellung ist voraussichtlich bis Ende Februar 2011 täglich von 10 bis 17 Uhr zu sehen. Infos: www.meeresmuseum.de.

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