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Rubrik: Umwelt

Bald mit Ökosiegel: Thunfisch aus der Dose

Montag, 1. März 2010, 19:37

Thunfisch

Thunfisch mit Ökosiegel, Foto: WWF

Thunfisch aus der Dose wird umweltverträglicher. Das bedeutendste Fanggebiet für den weltweit beliebten Skipjack-Thunfisch im sogenannten Korallen-Dreieck will seine Fangmethoden erstmals nach den Nachhaltigkeitskriterien des Marine Stewardship Council (MSC) zertifizieren lassen

40 Prozent der Skipjack-Fischerei aus dem westlichen Teil des indopazifischen Korallendreiecks soll bis 2011 das blaue Öko-Label tragen. Dies beschlossen acht Anrainerstaaten der Meeresregion in einem gemeinsamen Fischereiabkommen. Der WWF begrüßt die Entscheidung als wichtigen Schritt für den Umweltschutz in besonders artenreichen und empfindlichen Meeresgebiet zwischen den Philippinen, Indonesien und Papua Neuguinea. Ein Viertel des weltweiten Angebots an Skipjack-Thunfisch wird in dieser westpazifischen Region gefangen und vor allem als Dosenprodukt angeboten. Der Pro-Kopf Verzehr von Dosenthunfisch liegt in Deutschland bei 1,6 Kilo jährlich.

„Mit einer erfolgreichen MSC-Zertifizierung kommt Bewegung in einen Massenmarkt der globalen Fischerei. Das Bekenntnis zur nachhaltigen Bewirtschaftung einer ökonomisch so wichtigen Fischerei sollte Signalwirkung für die gesamte Industrie haben" sagt Catherine Zucco, WWF-Fischereiexpertin. „Diese Zertifizierung wird dem Verbraucher die Möglichkeit geben, den Einsatz von selektiven und nachhaltigen Fangmethoden beim Kauf zu belohnen." Umweltverträgliche Fangmethoden in der Skipjack-Fischerei schonen die bereits stark dezimierten Bestände von Gelbflossen- und Großaugen-Thunfisch. Besonders Jungtiere dieser beiden Arten enden in der konventionellen Fischerei häufig als Beifang und können so nie für Nachwuchs sorgen.

Der WWF wird den Zertifizierungsprozess aktiv begleiten damit alle notwendigen Naturschutz- und Managementrichtlinien berücksichtigt werden. Nachhaltige Nutzung der Thunfischbestände birgt eine besondere Herausforderung: „Thunfische wandern weit. Sie durchkreuzen dabei Fanggebiete mehrerer Anrainerstaaten und werden von Fangflotten verschiedener Nationen befischt. Die internationale Zusammenarbeit im Management der Bestände muss daher weiter verbessert werden" sagt Catherine Zucco, WWF-Expertin für Meeresfischerei.

Die Skipjack oder auch Bonito genannte Thunfischart wird überall auf der Erde konsumiert, was die Skipjack-Fischerei zu einer der größten weltweit macht. Allein 2008 wurden 1,6 Millionen Tonnen mit einem Gesamtwert von 1,5 Milliarden US Dollar im westlichen Zentral-Pazifik gefangen. Inofs: www.wwf.de.

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