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Rubrik: Szene

Bundesministerin Schavan eröffnete Ausstellung im Ozeaneum

Samstag, 20. August 2011, 09:45

Im Rahmen ihrer Sommerreise besuchte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan, am 19.08.2011 das Ozeaneum Stralsund und eröffnete die Ausstellung zur Erforschung und Nutzung der Meere

Annette Schawan im Ozeaneum

Andreas Tanschus und Dr. Sabine Brasse stellten Anette Schavan während eines Rundgangs die neue Ausstellung vor, Foto: Christian Rödel)

„Das Deutsche Meeresmuseum präsentiert mit dieser Ausstellung die aktuellen Themen der Meeresforschung auf sehr unterhaltsame und eindrucksvolle Weise. Ich freue mich besonders, dass Deutschland nicht nur in der Erforschung der Ozeane eine Spitzenstellung einnimmt, sondern auch in der Wissensvermittlung", so Annette Schavan, die zuvor in Rostock die Verträge für den Bau des Tiefseeforschungsschiffes „Sonne" unterzeichnete.

Im Mittelpunkt der neuen Dauerausstellung lädt eine fiktive Tauchfahrt die Besucher in die Tiefen der Meere ein. Auf sechs Monitoren laufen Originalaufnahmen von Tauchexpeditionen in bis zu 4000 Meter Tiefe. „Filmmaterial von untermeerischen Vulkanen, seltenen Meeresbewohnern wie der Chimäre und den kaum bekannten Kaltwasserkorallen sind meist nur Wissenschaftlern zugänglich. Dank unserer Partner können wir sie nun den Besuchern während einer detailgetreu nachempfundenen Tauchfahrt zeigen", sagt Andreas Tanschus, Stellvertretender Direktor des Deutschen Meeresmuseums. Gemeinsam eröffnete er mit Annette Schavan symbolisch die Ausstellung durch das Lüften des Vorhangs zum Kinoraum.

Bereits im Eingangsbereich der Ausstellung erwarten den Besucher Modelle der wichtigsten deutschen Forschungsschiffe im Maßstab 1:50. Ein Diorama stellt Meeresforschungsgeräte von Satelliten bis zu Forschungstauchbooten vor. Auf Monitoren laufen Klimasimulationen und an Bohrkernen lässt sich die Erdgeschichte ablesen. Prof. Karin Lochte, Vorsitzende des KDM, wies in ihren Grußworten auf die zentrale gesellschaftliche Bedeutung der Meeresforschung hin: „Im Meer liegt ein Teil unserer Zukunft. Es beeinflusst die Klimabedingungen, unter denen wir leben und ist wichtig für unsere Versorgung, Erholung und Inspiration. Wir tun gut daran, ihm mit Respekt zu begegnen und müssen noch sehr viel darüber in Erfahrung bringen."

Der zweite große Schwerpunkt der Ausstellung ist die Nutzung der Meere durch den Menschen. Der WWF veranschaulicht, welche Ausmaße die Weltfischerei hat, wie endlich die Schätze unserer Ozeane sind und welche praktischen Lösungen es gibt. „Überfischung zählt zu den größten Bedrohungen für die Artenvielfalt unserer Ozeane und gesunde Meere", sagte Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland. Infos: www.ozeaneum.de.

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