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Rubrik: Szene

Deutsche Apnoetaucherin erreicht 100 Meter

Donnerstag, 24. Juni 2010, 07:38

Im Rahmen des dritten Mediterranean Freediving World Cup in Kalamata, Griechenland, hat die Apnoistin Anna von Boetticher als erste deutsche Frau die 100 Meter geknackt. Sie stellte damit einen neuen Rekord in der Disziplin variables Gewicht auf und überbot ihren Rekord vom letzten Jahr um zehn Meter. Beim variablem Gewicht lässt sich der Taucher von einem Schlitten in die Tiefe ziehen, steigt unten ab und kehrt aus eigener Kraft zur Oberfläche zurück

Freitaucherin Anna von Boetticher knackte die 100-Meter-Marke

Der Rekordversuch fand unter optimalen Bedingungen statt. „Das Meer war spiegelglatt, was die Konzentrationsphase an der Oberfläche enorm vereinfacht", sagte Anna von Boetticher. Die Apnoetaucherin, die zur Zeit die deutschen Rekorde in sechs von acht Disziplinen hält, wurde selbst von ihrem erfolgreichen Tauchgang überrascht. „Ich hatte eigentlich nicht damit gerechnet, die 100 Meter hier zu schaffen, da die Zeit zur Vorbereitung sehr knapp war. Zu meiner Überraschung konnte ich aber in nur drei Trainingstauchgängen 92 Meter erreichen und habe kurzerhand beschlossen, es einfach zu versuchen".

Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 1,8 Metern pro Sekunde rauschte die Berlinerin in die Tiefe. Nach einer Tauchzeit von 2 Minuten und 52 Sekunden war sie zurück an der Oberfläche und wurde von den Schiedsrichterinnen Ute Gäßmann und Panagiota Banalou mit einer weißen Karte für eine saubere Leistung belohnt. „Ich kann es selbst noch kaum fassen", sagte Anna. „Auf dem Weg nach unten hatte ich einmal ein Problem mit dem Druckausgleich, konnte es aber lösen und die letzten Meter zurücklegen. Es war ein überwältigendes Gefühl, mit nur einem Atemzug in 100 Metern Tiefe zu sein."

Als nächster Wettkampf steht die Team-Weltmeisterschaft auf der japanischen Insel Okinawa an, wo Anna von Boetticher zusammen mit Martin Müller und Barbara Jeschke in einem gemischten Team antreten wird.

Die Apnoistin taucht mit dem Tauchcomputer „Galileo SOL", auf den sie nicht mehr verzichten würde. „Es ist faszinierend, mit dem Galileo zu tauchen und anhand der Herzfrequenz zu beobachten, was in meinem Körper vorgeht. Auch andere Funktionen, wie zum Beispiel die durchschnittliche Auf- und Abstiegsgeschwindigkeit sofort abrufen zu können, sind für die Feinanpassung während der Vorbereitung von großem Wert für mich. Der Galileo ist zu einem wichtigen Bestandteil meines Trainings geworden."

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