TauchJournal - abtauchen im netz
RSS-Feed TauchJournal aud Facebook
» News » Umwelt » Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko – was bleibt?

Rubrik: Umwelt, Wissenschaft

Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko – was bleibt?

Mittwoch, 11. August 2010, 07:58

Die Deep-Water-Horizon-Katastrophe am 22. April im Golf von Mexiko hat zur zweitgrößten vom Menschen verursachten Ölverschmutzung des Meeres und der angrenzenden Küsten geführt. Laut US-Behördenangaben flossen insgesamt rund 780 Millionen Liter Rohöl ins Meer und schädigen die Ökosysteme an der Küste von Louisiana, im Mississippi-Delta und an den Küsten der angrenzenden US-Bundesstaaten. Die Abschätzung der ökologischen und wirtschaftlichen Folgen ist kompliziert und wirft zahlreiche Fragen besonders nach der Sicherheit von Ölbohrungen in großen Tiefen auf

Die Explorationsplattform Deep Water Horizon

Die Explorationsplattform "Deep Water Horizon" geriet am 20. April im Golf von Mexiko in Brand und sank zwei Tage später, Foto: US Coast Guard

Wissenschaftler aus dem Kieler Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ widmen sich der Katastrophe und ihren Ursachen aus den unterschiedlichen Blickwinkeln von Geologen, Chemikern, Ozeanographen, Biologen, Rechtswissenschaftlern und Ökonomen. Entstanden ist ein umfangreiches Hintergrundpapier, das zum besseren Verständnis der Schwierigkeiten bei der Schließung des Lecks, den Folgen der Ölverschmutzung beiträgt und den zukünftigen Forschungsbedarf aufzeigt.

„Als Wissenschaftler können wir dazu beitragen, dass die Menschen wesentliche Fakten und Hintergründe besser verstehen. Das Ausmaß der Katastrophe ist aus unserer Sicht keineswegs zu verharmlosen und der zukünftige Forschungsbedarf enorm“, sagt Prof. Martin Visbeck, Sprecher des Kieler Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ und Leiter der Forschungseinheit „Physikalische Ozeanographie“ am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR). „Gerade bei Themen wie dem Ölunfall im Golf von Mexiko können wir die konzentrierte Schlagkraft des Exzellenzclusters ausspielen und eine differenzierte Bewertung aus vielen Fachbereichen beisteuern“, so Visbeck weiter. Das Hintergrundpapier gibt es online unter: www.ozean-der-zukunft.de/oelkatastrophe.

Schlagwörter: ,

Kurzlink:


TauchJournal-News per Mail abonnieren

RSS-Feed abonnieren RSS-Feed

Diesen Artikel weiterempfehlen:

ANZEIGE Mares

Öl- und Gasbohrungen als starke Quelle von Treibhausgasen

Dienstag, 17. Oktober 2017, 09:10

Bohrlöcher in der Nordsee könnten eine deutlich größere Quelle von Methan, einem starken Treibhausgas, sein als bisher angenommen. Das zeigt eine Studie, die Forscher des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Environmental Science & Technology veröffentlicht haben. Demnach treten aus den die Bohrungen umgebenden Sedimenten große Mengen Methan aus – vermutlich über lange Zeiträume Die Bilder gingen um die Welt. Im April 2010 entwichen aus einem...

... mehr »

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.