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Rubrik: Umwelt

Die Rote Liste wird immer länger

Samstag, 21. November 2015, 12:08

Der Klimawandel könnte zu einem „globalen Arten-Killer“ werden. Zu diesem Fazit kommt der WWF nachdem die Weltnaturschutzunion IUCN im Vorfeld zu der Klimaschutzkonferenz in Paris ihre aktualisierte Internationale Rote Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten vorgelegt hat

Rotfeuerfisch

Invasive Art: Rotfeuerfische bedrohen die Artenvielfalt in der Karibik, Foto: © ranzablitz/Archiv TaucherNet

Dem Update vom 19. November 2015 zufolge finden sich auf der Roten Liste jetzt über 79.800 Tiere und Pflanzen (Stand Juni 2015: 77.340), von denen 23.250 (Stand Juni 2015: 22.784) in ihrem Bestand akut bedroht sind.

Exemplarisch für den Klimawandel als Bedrohungsfaktor verweist die IUCN auf den Schwund des arktischen Meereises, der schneller und gravierender voranschreite, als von vielen Experten befürchtet.

Ergebnisse neuester wissenschaftlicher Studien bestätigen, dass der wegschmelzende Lebensraum die globale Eisbär-Population in den kommenden Jahrzehnten um mehr als ein Drittel einbrechen lassen könnte. Auch zahlreiche andere Arten und ganze Ökosysteme sind laut WWF von den rapiden, klimatischen Umwälzungen bedroht.

Neben dem Klimawandel als Bedrohungsfaktor konzentriert sich das IUCN-Update zur Roten Liste auf bedrohte Fischarten. Hier zeigt sich laut WWF, welches erschreckende Ausmaß die Überfischung angenommen habe.

Mondfisch

Mondfisch: bedrohte Art, Foto: © Per-Ola Norman

Bisher wurde, etwa bei den Knochenfischenarten, vor allem von Populationen gesprochen, die aufgrund ihres Zusammenbruchs nicht mehr kommerziell von der Fischereiindustrie genutzt werden konnten. Inzwischen seien einige Fischarten jedoch so stark dezimiert, dass sie als „vom Aussterben bedroht“ gelten. Vor der Westküste Afrikas betrifft dies etwa drei Prozent der 1.400 untersuchten Arten, in der Karibik fünf Prozent der 1.340 Arten. Als besondere Bedrohung für die Artenvielfalt in der Karibik macht die IUCN eine invasive Art aus: den Rotfeuerfisch, der dort angestammte Arten verdrängt. Infos: www.iucnredlist.org und www.wwf.de.

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