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Rubrik: Umwelt

Dokumentation über Haikontrollprogramme von Shark Savers Germany

Dienstag, 29. September 2015, 11:50

Im Jahr 2014 wurde das umstrittene Programm “Western Australian shark cull” eingeführt, um das Risiko von Attacken auf Menschen zu minimieren, indem es Weiße Haie, Tigerhaie und Bullenhaie, die über drei Meter lang sind, fängt und tötet. Das Programm wurde in Westaustralien sehr kontrovers diskutiert. Die Effektivität der Maßnahmen wurde von Teilen der Bevölkerung und zahlreichen Wissenschaftlern in Frage gestellt. Weltweit hatten Menschen gegen die organisierte Tötung der Meerestiere protestiert

A Golden State for Sharks?

Gelungene Dokumentation über Haikontrollprogramme: „A Golden State for Sharks?"

Weiße Haie sind in den Gewässern Australiens geschützt und das zielgerichtete Töten von fortpflanzungsfähigen Tieren ist nicht nur grausam sondern übt zusätzlichen Druck auf schon bedrohte Arten aus. Die Konsequenz für das Ökosystem und den Ökotourismus könnte verheerend sein. Trotzdem sprach die Regierung von einem Erfolg und wollte das Programm bis 2017 verlängern. Kaum vorher in der Geschichte gab es einen derartigen Aufschrei in der Bevölkerung und wissenschaftlichen Welt wenn es um Haischutz ging. Letztendlich überwog der Druck aus Bevölkerung und Wissenschaft und das Programm wurde in Westaustralien eingestellt; doch es geht weiter – aktuell ein „Shark Cull“-Programm in Queensland.

Details zu den „Haikontrollprogrammen“
Die Hamburger Meeresbiologin Johanna S. Zimmerhackel, Wissenschaftlicher Vorstand von Shark Savers Germany, war 2014 drei Monate lang mit der Kamera in Westaustralien unterwegs, um die Hai-Jagd zu dokumentieren. „Den Film zu machen, war eine fixe Idee“, sagt Zimmerhackel. „Es gab ja nicht einmal ein Budget dafür.“ Auf ihrem Weg traf sie auf die lokale Bevölkerung, Wissenschaftler, Aktivisten und Politiker. Sie suchte nach Antworten auf all ihre Fragen: Wie sinnvoll sind diese Programme? Welchen Einfluss haben sie auf Haibestände? Wo sonst auf der Welt gibt es Haikontrollprogramme und gibt es weniger destruktive Maßnahmen? Wie können Hai und Mensch zusammen leben ohne einander zu schaden?

Team

Das Team (von links): Andreas Hilbich
Johanna S. Zimmerhackel und Lena David

Das Filmmaterial der jungen Filmemacherin wurde von Lena David und Andreas Hilbich, die gemeinsam in Köln die Film-Agentur „Vier Zwo Zwo Media“ betreiben, fertig geschnitten und aufbereitet. Unzählige Stunden brachte das Team damit zu, die Dokumentation zu schneiden – ehrenamtlich. Das Ergebnis ist ein wunderbarer Film der die Thematik Haie und Menschen informativ aufgreift und anschaulich darstellt. Infos: www.sharksavers.org.

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