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Rubrik: Biologie

Florida: Manati-Bestand erholt sich langsam und zieht nordwärts

Donnerstag, 20. April 2017, 11:03

Floridas Manati-Population wird höchstwahrscheinlich die nächsten 100 Jahre überleben, sofern sie und ihre Lebensräume weiterhin durch Wildlife Ranger geschützt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Forschern des US Geological Surveys (USGS) und des Florida Fish and Wildlife Research Institutes (FWRI)

Manati mit Kalb

Manati Muttertier mit Kalb, FOTO: © Todd Essick

In der Studie kommen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Manati-Populationen (Rundschwanzseekühe – Trichechidae) an der Atlantik- oder der Golfküste von Florida die kritische Grenze von 500 erwachsenen Tieren unterschreiten, unter einem halben Prozentpunkt liegt.

Hauptautor Michael C. Runge sagt: „Heute gibt es eine große Anzahl von Manatis in Florida. Die erwachsenen Tiere leben lange, und der Staat hat genügend Flächen, um eine wachsende Population zu schützen. Dennoch könnten neue Bedrohungen auftauchen oder bestehende Bedrohungen sich unerwartet entwickeln. Die Verantwortlichen müssen wachsam bleiben, um die Manati-Population auf lange Sicht zu erhalten."

ManatiManati mit KalbManati mit KalbManati-Schutzgebiet

Von etwa 1.000 Tieren in der Mitte der 1970er Jahre hat sich die Anzahl der Manatis in Florida auf 6.620 im Frühjahr 2017 erholt. Gründe für die Erholung des Bestandes sind unter anderem Vorschriften für die Geschwindigkeit von Motorbooten und der Schutz des Lebensraumes.

Die Forscher schätzen, dass sich die Population in den nächsten 50 Jahren verdoppeln wird, um dann auf hohem Niveau zu stagnieren. Aufgrund von Umwelt und Lebensraumveränderungen erwarten die Forscher, dass die Zahl der Manatis im Süden ab- und im Norden Floridas zunehmen wird.

Grundlage für die Erkenntnisse der Forscher sind Daten, die seit den 1970er Jahren gesammelt wurden. Die Wissenschaftler haben die Seekühe studiert und fotografiert und so mehr als 3.000 Individuen identifiziert – anhand von individuellen Mustern von Propeller-Narben und anderen Markierungen. Auf der Basis einer Datenbank mit mehr als 750.000 Manati-Fotos, Satelliten-Tracking-Daten, genetischen Informationen und andere Daten, haben USGS und FWRI ein Verständnis entwickeln können, wie Manatis mit ihrer Umwelt interagieren.

Alle Daten und Beobachtungen fließen in ein Computermodell ein, das den Zustand der Manati-Population jetzt und in Zukunft beurteilt. Das Modell wird regelmäßig aktualisiert.

Die Manatis werden in den kommenden Jahrzehnten weiterhin zwei großen Bedrohungen ausgesetzt sein: tödlichen Bootskollisionen und dem Verlust von Warmwasser-Lebensräumen, die ihnen im Winter eine Zuflucht bieten.

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