TauchJournal - abtauchen im netz
RSS-Feed TauchJournal aud Facebook
» News » Tauchreisen » Florida: Schiffswracks als Riffoasen am Panhandle Shipwreck Diving Trail

Rubrik: Tauchreisen

Florida: Schiffswracks als Riffoasen am Panhandle Shipwreck Diving Trail

Mittwoch, 18. Oktober 2017, 09:35

Panama City Beach im Nordwesten von Florida ist in erster Linie für seine 43 Kilometer langen Traumstrände bekannt. Aber auch die ruhigen Gewässer vor der Küste lohnen eine Entdeckungstour: Am Meeresgrund haben sich Schiffswracks zu Riffoasen entwickelt und laden zu Tauchabenteuern ein. Die Region ist Teil des Panhandle Shipwreck Diving Trails, der sich durch den Norden Floridas zieht – fünf der besten Tauchspots entlang der Strecke befinden sich direkt vor der Küste von Panama City Beach

Strand

Am Strand von Panama City Beach, Foto: © Panama City Beach

Der Sandmann hat es in Panama City Beach mit den feinen Körnern besonders gut gemeint und einen paradiesischen Landstrich geschaffen. Auch der Meeresboden der Region besteht zu 98 Prozent aus Sand, was unter Wasser jedoch eher zu unfreundlichen Lebensbedingungen führt. Um den Meeresbewohnern eine Heimat zu bieten, wurden fünf Schlepper und Kriegsschiffe versenkt, an denen sich bunte Riffe bildeten. Schnell siedelten sich große Fischschwärme an. Auch Meeresschildkröten und Delphine tummeln sich im smaragdgrünen Wasser.

Wracktauchen in FloridaWracktauchen in Florida

Fünf der insgesamt zwölf Schiffswracks des Panhandle Shipwreck Diving Trails liegen in den Gewässern vor Panama City Beach. Sportler treffen hier auf das Ölplattformversorgungsschiff „Black Bart“, das in zwölf bis 26 Metern Tiefe weilt und dessen verschiedene Vorrichtungen, darunter die Schiffstoilette, noch intakt sind. Am Tauchspot FAMI Tugs liegen zwei Schlepper übereinander und haben ein einzigartiges Ökosystem geschaffen: Einst Bug an Bug positioniert und mit einem fast zehn Meter langen Haltegurt aneinandergebunden, nahm Mutter Natur das letzte Schicksal der Boote in 30 Metern Tiefe während eines Sturms in die Hand und setzte einen der Schlepper auf dem anderen ab. So können Taucher innerhalb eines Tauchgangs zwei Schiffswracks auf einmal bestaunen und werden unterdessen an die enormen Kräfte des Meeres erinnert. In gleicher Tiefe erwarten die Sportler darüber hinaus zwei Schlepper der Marine, die „USS Accokeek“ und die „USS Chippewa“. Ein Abtauchen zur „USS Strength“, einem Minenräumboot aus dem Zweiten Weltkrieg in rund 25 Metern Tiefe, verspricht eine Begegnung mit dem dort ansässigen Riesenzackenbarsch.

Panama City BeachPanama City BeachPanama City Beach

Neben den bereits gesunkenen Schiffswracks werden immer wieder neue künstliche Riffe geschaffen, um das Leben und die Vielfalt im Meer vor der Küste Panama City Beachs zu fördern, darunter ein Luftkissenfahrzeug, Kampfflugzeuge, Brückenplatten und Lastkähne. Auch natürliche Riffe finden sich hier: In 25 bis 30 Metern Tiefe stoßen Taucher auf ein bis zweieinhalb Meter hohe Klippen mit bunten Schwämmen und kleinen Korallen.

Generell bietet die Region beste Bedingungen für Tauchfreunde. Im Gegensatz zu anderen beliebten Tauchspots im Süden Floridas gibt es in Panama City Beach kaum Strömungen. Dies rührt daher, dass die Region ausreichend weit vom Golfstrom entfernt liegt und keine großen Flüsse ins Meer münden, sodass die Gewässer sehr klar und ruhig sind. Tauchanfänger können sich in mehreren Tauchbasen vor Ort zertifizieren lassen; für erfahrene Taucher werden das ganze Jahr hindurch eine Vielzahl von ausfahrten angeboten.

Infos: www.visitpanamacitybeach.de. Informationen zum Panhandle Shipwreck Diving Trail gibt es unter www.floridapanhandledivetrail.com.

Schlagwörter: , ,

Kurzlink:


TauchJournal-News per Mail abonnieren

RSS-Feed abonnieren RSS-Feed

Diesen Artikel weiterempfehlen:

ANZEIGE Mares

Kein Stromschlag fürs Meer

Mittwoch, 17. Januar 2018, 10:21

Scholle

Das europäische Parlament hat am 16. Januar 2018 über die Ausgestaltung der EU-Fischerei abgestimmt. In der Verordnung sind 33 Rechtsvorschriften zusammengefasst, die regeln, wie, wann und wo künftig gefischt werden darf – auch die umstrittene Fangmethode der Elektrofischerei fällt darunter. Sie soll nach Willen des EU-Parlaments endgültig verboten werden. „Wir begrüßen, dass sich das EU-Parlament heute stark gegen die Elektrofischerei positioniert hat, damit steigen die Chancen, dass es in folgenden...

... mehr »

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.