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Rubrik: Wissenschaft

Forscher dokumentieren Ausbruch eines UW-Vulkans

Freitag, 30. Dezember 2016, 10:56

Die Axial Seamount liegt etwa 470 Kilometer vor der Küste von Oregon und ist einer der weltweit aktivsten Unter-Wasser-Vulkane. Forscher vom Monterey Bay Aquarium (MBARI) präsentierten auf der letzten Tagung der American Geophysical Union eine neue Karte des Meeresbodens mit Ergebnissen detaillierter Untersuchungen vom August 2016

Lavazunge

Diese Lavazunge entstand beim Ausbruch 2015 und ist etwa 125 Meter dick (Tiefe 1.800 m), Foto: © University of Washington/OOI-NSF/CSSF-ROPOS

Die neue Karte zeigt eine Reihe von bisher undokumentierte Strömungen aus dem Ausbruch 2015. Durch Vergleich der neuen Karte mit den Daten vor dem letzten Ausbruch des Vulkans konnten die Forscher das Volumen der freigesetzten Lava abschätzen. Die neuen Daten zeigen, dass die Eruption aus 14 unterschiedlichen Lavaströmen bestand, die fast 156 Millionen Kubikmeter Lava enthielten.

Mit Hilfe der neuen Karte haben Geologen auch herausgefunden, wo die Lava aus dem Meeresboden ausgetreten war. Während der Eruption im Jahr 2015 gab es eine Reihe von „eruptiven Fissuren", die sich über 19 Kilometer vom nördlichen Ende des Axialkraters (der Caldera) gen Norden erstreckten.

Die neue Karte zeigt die gesamte Axialkaldera sowie die Zonen im Norden und Süden. So kann sie den Geologen in Zukunft als Vergleichsmaßstab bei neuen Ausbrüchen das Vulkans dienen.

Karte des Meeresbodens

Neue Karte des Meeresbodens, Foto: © Center for Environmental Visualization/University of Washington/NSF Ocean Observatories Initiative

Als Grundlage zur Erstellung der Karte dienten den Geologen Vermessungsdaten, die mithilfe von zwei autonomen Unterwasserfahrzeugen (AUVs) in den Jahren 2011 bis 2016 gewonnen worden waren. Da Die AUVs sich 50 bis 75 Meter über dem Meeresboden bewegen, können sie Details wie dünne Lavaströme zeigen, die für die Sonare von Oberflächenschiffen unsichtbar sind.

Die Messungen der Forscher zeigten, dass das Zentrum der Caldera zwischen 2011 und 2014 (nach der Eruption 2011) um 1,8 Meter aufwuchs und dann zwischen 2014 und 2015 (während der Eruption 2015) um mehr als einen Meter nachgab. Zwischen 2015 und 2016 erhöhte sich der Caldera-Boden um einen halben Meter, was darauf hindeutet, dass sich das Magma erneut unterhalb der Caldera aufbaut und eine weitere Eruption bevorsteht.

Zusaätzlich haben die MBARI-Forscher in den letzten zehn Jahren etwa 40 Tauchgänge am Axial Seamount mit ferngesteuerten Unterwasserfahrzeugen (ROVs) durchgeführt. Die aktuellsten Tauchgänge aus diesem Jahr lieferten faszinierende Details des Ausbruchs von 2015. Zum Beispiel entdeckten die Forscher auf einem frischen Lavastrom ein Gebiet von hydrothermalen Schornsteinen mit Rohrwürmern.

Auf den ROV-Tauchgängen von 2016 entdeckten die Forscher auch Hunderte von Lava-Kissen, die während des Ausbruchs 2015 explodiert waren.

Der Axial- Seamount war in den Jahren 1998, 2011 und 2015 sowie in den vergangenen 350 Jahren dutzende Male ausgebrochen.

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