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Rubrik: Umwelt

Fotomodell Barbara Meier wird WWF-Projektbotschafterin für Geisternetze

Donnerstag, 10. November 2016, 10:45

Das WWF-Projekt zur Geisternetzbergung aus der Ostsee erhält prominente Unterstützung: Fotomodell und Schauspielerin Barbara Meier unterstützt den WWF als Projektbotschafterin. „Meere sind viel mehr als Erholungsorte oder traumhafte Kulisse, wir müssen unsere Meere besser schützen und die Vermüllung des Ozeans mit Plastik stoppen“, sagt Barbara Meier

Barbara Meier

Fotomodell Barbara Meier bei einem Tauchgang zu Geisternetzen in der Ostsee, Foto: © Uwe Lippek/WWF

Schätzungsweise zehn Prozent des Kunststoffmülls in den Weltmeeren bestehen aus verlorengegangenem Fischereigerät, sogenannten Geisternetzen. Allein in der Ostsee gehen jährlich bis zu 10.000 Fischernetze oder Netzteile verloren.

Barbara Meier wird den WWF künftig dabei unterstützen, das Thema Geisternetze verstärkt in die Öffentlichkeit zu bringen. Zunächst hat sie sich bei einer WWF-Bergungsausfahrt mit Fischkutter und einem Tauchgang vor Rügen selbst ein Bild gemacht. „Wir sind zu einem Wrack getaucht, an dem sich Geisternetze verfangen haben. Teilweise war der Schiffsrumpf regelrecht eingewickelt in alte Kunststoffnetze, das war auch bei wenig Sicht gut zu erkennen“, schildert Barbara Meier die Eindrücke ihres ersten Tauchgangs in der Ostsee.

Barbara MeierBarbara MeierBarbara MeierFotomodell Barbara MeierFotomodell Barbara MeierFotomodell Barbara MeierFotomodell Barbara Meier

Auch die anschließende Bergung von drei frei am Grund liegenden Netzen hat die Schauspielerin beeindruckt. Die Position der Netze wurde mit Bojen markiert, vom Fischkutter aus mit einer Hakenkonstruktion angesteuert und die Netze über die Winde an Bord gehievt. „Es ist aufwändig die Geisternetze aufzuspüren und sie vom Meeresboden hochzuziehen, aber es ist ein gutes Gefühl, dass wir die Ostsee heute ein bisschen sauberer gemacht haben“, so Meier. Ihre Verbundenheit zu Meer erwachte schon in Kindertagen. „Ich habe mir als Kind oft Walgesänge angehört und war fasziniert von der geheimnisvollen Welt des Meeres. Und klar ist auch, Plastikabfall in jeder Form schadet der Unterwasserwelt“.

Taucher sind vom WWF aufgerufen, Positionen von Geisternetzen in der Ostsee zu melden – wir berichteten: Positionen, Beschreibungen und Bilder können an Geisternetze@wwf.de gesendet werden und fließen so in eine ostseeweite Datenbank ein.

Insgesamt hat der WWF in dieser Bergungssaison fünf Tonnen Geisternetze vor den Küsten Rügens und Usedoms geborgen.

Infos: www.wwf.de/…/ostsee/projektfortschritt-geisternetze/.

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