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Rubrik: Umwelt

Greenpeace-Aktionstage zum Thema „Meere vor Plastik schützen!" im Ozeaneum vom 25. – 27. Mai

Freitag, 20. Mai 2016, 09:16

Ob im arktischen Eis, in den Tiefen der Ozeane, am australischen Great Barrier Riff oder an den Ostseestränden: Plastikmüll verschmutzt in unvorstellbaren Ausmaßen Meere und Strände. Bis zu 13 Millionen Tonnen Kunststoff gelangen jährlich von Land aus ins Meer. Das entspricht etwa 6,5 Milliarden prallgefüllten gelben Säcken

Basstölpel

Ein Basstölpel auf den Lummenfelsen auf Helgoland. Die Vögel nutzen Plastikmüll und Teile von Fischernetzen, um ihre Nester zu bauen. Viele Küken verheddern sich darin und verenden qualvoll, Foto: © Wolf Wichmann/Greenpeace

Geschätzt 150 Millionen Tonnen Plastikmüll haben sich bereits in den Meeren angesammelt – wahrscheinlich noch deutlich mehr. „Unsere Ozeane verkommen vom größten Lebensraum zur größten Müllkippe der Erde. Es ist höchste Zeit, die weitere Verschmutzung der Meere zu stoppen“, sagt Sandra Schöttner, Meeresschutz-Expertin von Greenpeace. Bei den Aktionstagen von Greenpeace vom 25. bis 27. Mai 2016 erfahren Besucher des OZEANEUMs, wie jeder die Meere vor Plastikmüll schützen kann.

Anhand von Mitmachaktionen, Fototafeln und einer Diashow zeigen Ehrenamtliche von Greenpeace, woher der Plastikmüll in den Meeren stammt, wie er sich auswirkt und welche Wege es gibt, das Problem zu lösen. Auch herrenlose Fischernetze, so genannte Geisternetze, die zu abertausenden in den Meeren treiben, werden zu sehen sein. Zudem ruft Greenpeace für den 26. Mai zu einer Müll-Sammelaktion auf der Insel Dänholm vor Stralsund auf. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich an dieser Aktion zu beteiligen.

Plastikmüll gefährdet Mensch und Tier
Die Folgen der Vermüllung der Meere sind verheerend. Seevögel verhungern an mit Plastikmüll gefüllten Mägen. Meeressäuger verheddern sich in alten Fischernetzen und sterben qualvoll. Fische, Muscheln und Krebse nehmen kleinste, mit Schadstoffen belastete Plastikteilchen auf, die so unter Umständen sogar auf unseren Tellern landen können.

Um die Meere künftig besser vor Plastikmüll zu schützen, haben Greenpeace, die Zeitschrift GEO und der Verein Jordsand im vergangenen Winter begonnen, plastikversetzte Vogelnester am Helgoländer Lummenfelsen zu bergen. In dem Vogelschutzgebiet verenden immer wieder Basstölpel und Trottellummen in Plastikfäden, die die Seevögel zum Nestbau aus dem Meer fischen. Ziel des Projektes ist, herauszufinden, wie viel und welche Art von Plastik zum Nestbau genutzt wird, woher es stammt und ob durch menschlichen Eingriff das Vogelsterben verringert werden kann.

Informationen zu den Aktionstagen

  • Greenpeace-Aktionstage: Mittwoch, 25. bis Freitag, 27. Mai, 10:00 bis 17:00 Uhr
  • Müllsammelaktion auf dem Dänholm: Donnerstag 26. Mai, Treffpunkt 11:00 Uhr an der Ziegelgrabenbrücke. Bitte festes Schuhwerk u. Arbeitshandschuhe mitbringen.
  • Die nächsten Greenpeace-Aktionstage finden vom 7. bis 9. Juni 2016 statt – ebenfalls zum Thema Plastikmüll in den Meeren.

Infos: www.deutsches-meeresmuseum.de und www.greenpeace.de.

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