TauchJournal - abtauchen im netz
RSS-Feed TauchJournal aud Facebook
» News » Umwelt » Greenpeace-Schiff macht Welle gegen Plastikmüll

Rubrik: Umwelt

Greenpeace-Schiff macht Welle gegen Plastikmüll

Donnerstag, 21. April 2016, 10:49

Das Greenpeace-Schiff „Beluga II“ legt vom 16. April bis 27. Juni 2016 entlang deutscher Flüsse in insgesamt 15 Städten – darunter auch Köln, Frankfurt und Mainz – an und öffnet seine Türen für Besucher

Beluga II

Unter dem Motto: „Wellemachen für den Schutz der Meere" startet das Greenpeace-Schiff „Beluga II" in Münster seine Tour durch 15 Städte in Deutschland, Foto: © Pascal Amos Rest/Greenpeace

Aktivisten und Ehrenamtliche informieren über den Lebensraum Meer und seine Gefährdung durch Plastikmüll. Mit an Bord: eine spezielle Vorrichtung, um unter anderem Rhein, Main und Donau auf Mikroplastik zu testen sowie eine Ausstellung.

„Weltweit – von der Arktis bis zum Südlichen Ozean – leidet der Lebensraum Meer unter Plastikmüll. Auch über deutsche Flüsse gelangt Plastik in die Nord- und Ostsee", so Lisa Maria Otte, Meeres-Expertin von Greenpeace und fordert: „Bundesumweltministerin Barbara Hendricks muss die Plastikflut eindämmen: Verbote von Plastiktüten und von Mikroplastik in Kosmetika sind längst überfällig.“

Bis zu 13 Millionen Tonnen Kunststoff gelangen jährlich über Flüsse, durch Wind, Abwässer, Sturmfluten oder Hochwasser von Land aus ins Meer. Schätzungen zufolge haben sich dort bereits mindestens 150 Millionen Tonnen angesammelt. Dieser im Meer treibende Plastikmüll kann für Meerestiere zu einem qualvollen Tod führen. Sie strangulieren sich oder verwechseln Plastik mit Nahrung, können den Kunststoff nicht verdauen und verhungern im schlimmsten Fall mit vollem Magen. In den an Schleswig-Holsteins Nordseeküste gestrandeten Pottwalen fanden Wissenschaftler Mageninhalte, die Müllkippen glichen: Teile eines Kunststoffeimers, die Reste eines Netzes und eine Plastikabdeckung eines Automotors waren darunter.

PlastikmüllBasstölpel#wellemachenMeerestier-Skulpturen aus PlastikmüllGreenpeace-Schiff "Beluga II"Greenpeace-Meeresexpertin Lisa OttePlastikmüll im MittelmeerGreenpeace-Schiff "Beluga II"Plastikmüll und Abfall

Mikroplastik in der Nahrungskette
Weniger sichtbar, aber massenhaft in unsere Gewässer vorgedrungen, ist das so genannte Mikroplastik. Diese mikroskopisch kleinen Kunststoffteilchen stecken etwa in Kosmetika wie Peeling oder Zahnpasta und gelangen über Abflüsse in Gewässer, oder entstehen durch die Zersetzung von Plastikmüll. Mikroplastik ist mittlerweile auch in den Mägen verschiedener Speisefischarten, in Muscheln oder Garnelen gefunden worden – wir berichteten. „Plastikmüll landet weltweit nicht nur in der Natur, sondern auch in unserer Nahrung. Trotz wissenschaftlicher Untersuchungen kann noch niemand genau sagen, wie viel Plastik schlussendlich auf unseren Tellern landet und welche Auswirkungen es hat“, erklärt Otte.

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Plastik liegt in Westeuropa bei 136 Kilogramm pro Jahr und damit beim Dreifachen des weltweiten Durchschnitts. Zwei Drittel des Plastikverbrauchs in Europa entfällt auf nur fünf Länder. Deutschland liegt an der Spitze mit fast 25 Prozent, gefolgt von Italien, Frankreich, Großbritannien und Spanien.

Infos zur Greenpeace-Aktion, Route und Termine: www.greenpeace.de/beluga.

Schlagwörter: , ,

Kurzlink:


TauchJournal-News per Mail abonnieren

RSS-Feed abonnieren RSS-Feed

Diesen Artikel weiterempfehlen:

ANZEIGE Mares

„Plastik-Peter“ ausgezeichnet

Dienstag, 26. September 2017, 15:57

Der Kinospot „Plastik-Peter“, der im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane entstanden ist, hat den Golden Green Award 2017 gewonnen. Mit dem Spot möchte das Bundesministerium für Bildung und Forschung Bewusstsein für die Plastikverschmutzung in den Weltmeeren schaffen. Ausgezeichnet wurde der Spot in der Kategorie „Nachhaltige Produktion und Kreislaufwirtschaft“ Bereits im sechsten Jahr kürt der Deauville Green Award herausragende Leistungen der audiovisuellen Produktion und Kommunikation, die sich mit...

... mehr »

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.