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Rubrik: Umwelt

Im Jahr 2050 droht das Plastikmeer

Freitag, 5. Februar 2016, 10:29

Laut einer Studie der Ellen-MacArthur-Stiftung werden 2050 in unseren Meeren mehr Plastikmüll als Fische schwimmen. Bereits heute, so die Studie, verschmutzen wir die Ozeane jährlich mit mindestens acht Millionen Tonnen Plastikabfällen, also etwa einer LKW-Ladung Kunststoffmüll pro Minute

Plastikmüll

Plastikmüll, Foto: © Kanyarat Kosavisutte/Green Fins Association, Marine Photobank

Die Studie geht davon aus, dass, wenn keine Maßnahmen getroffen werden, die Müllmenge bis 2030 auf etwa zwei und bis 2050 sogar auf vier LKW-Ladungen pro Minute ansteigt.

Die weltweite Plastikproduktion habe sich seit 1964 verzwanzigfacht und werde sich, so die Studie, bis 2050 fast vervierfachen. Die Plastikproduktion werde dann 20 Prozent der gesamten Ölproduktion ausmachen. Trotz dieses enormen Ressourcenverbrauchs werde mit einem Anteil von fünf Prozent immer noch viel zu wenig Plastik wiederverwertet. Zur Zeit laufe die Entsorgung so: 40 Prozent landen auf Deponien und ein Drittel in Ökosystemen wie den Ozeanen.

Wenn das so bliebe, komme bis 2025 eine Tonne Plastik auf drei Tonnen Fisch und 2050 gäbe es in den Meeren dann mehr Plastik als Fische.

Erste Maßnahmen zur Plastikmüllvermeidung sind bereits geplant und sollen unsere Meere entlasten. So investiert ein amerikanisches Unternehmen in Bali 10 Millionen US-Dollar in den Bau einer Kunststoffrecycling-Fabrik – wir berichteten.

Die aktuelle Studie empfiehlt dringend, den Plastikverbrauch zu senken und lenkt dabei das Augenmerk besonders auf die Verpackungsindustrie. Sie empfiehlt zudem, schwer recycelbare Kunststoffe wie PVC erst gar nicht herzustellen. Stattdessen sollten Plastikgegenstände entworfen werden, die leicht wiederzuverwenden sind, oder – noch besser – kompostierbare und damit umweltfreundliche Kunststoffe hergestellt werden.

Link zur Studie: http://www.ellenmacarthurfoundation.org.

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