TauchJournal - abtauchen im netz
RSS-Feed TauchJournal aud Facebook
» News » Umwelt » Japanischer Walfang muss gestoppt werden
Sea Explorers

Rubrik: Umwelt

Japanischer Walfang muss gestoppt werden

Montag, 15. September 2014, 11:14

Die am heutigen Montag beginnende Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) muss den Rückenwind durch das Urteil des International Gerichtshofs gegen das japanische Walfangprogramm in den Gewässern der Antarktis nutzen und endlich alle Schlupflöcher in den IWC-Regularien schließen

Finnwal

Finnwal, Foto: © naturepl.com/Mark Carwardine/WWF Canon

Das fordert der WWF Deutschland in einer aktuellen Stellungnahme zum Auftakt der Konferenz im slowenischen Portorož. Ziel müsse es sein, den pseudowissenschaftlichen, kommerziellen Walfang endlich zum Erliegen zu bringen.

Im März dieses Jahres hatte der Internationale Gerichtshof in Den Haag entschieden, dass Japan mit seiner umstrittenen Waljagd im Südpolarmeer gegen das internationale Walfangmoratorium verstoße. Seitdem versucht Japan Möglichkeiten zu finden, trotzdem wieder legal Wale in der Antarktis jagen zu können. Dies müsse verhindert werden. „Die Rechtsverdrehungen Japans auf den Weltmeeren sind gerichtlich bestätigt und müssen geahndet werden. Es darf nicht ohne Konsequenzen bleiben, wenn sich ein Land über internationales Recht stellen will“, fordert Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF. Außerdem müssen die Mitgliedsstatten den Antrag Japans nach einer Quote für kommerziellen Walfang in seinen Küstengewässern ablehnen.

Doch nicht nur Japan bereitet den Umweltschützern sorge. Auch in Europa sieht der WWF Handlungsbedarf: Island jagt seit 2009 fast jährlich über 100 stark gefährdete Finnwale und exportiert deren Fleisch nach Japan. Die Untergrabung des internationalen Walfangmoratoriums und des Handelsstopps mit Walfleisch muss endlich aufhören, so die WWF-Forderung. Infos: www.wwf.de.

Schlagwörter: , ,

Kurzlink:


TauchJournal-News per Mail abonnieren

RSS-Feed abonnieren RSS-Feed

Diesen Artikel weiterempfehlen:

ANZEIGE Mares

Japan darf weiter mit bedrohten Walen handeln

Montag, 4. Dezember 2017, 09:46

Der Ständige Ausschuss des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) hat am 27. November 2017 die Gelegenheit versäumt, Japans massivem Inlandshandel mit Seiwalfleisch ein Ende zu bereiten. Stattdessen hat der Ausschuss eine Entscheidung darüber bis Ende 2018 verschoben Seit 2002 hat die japanische Walfangflotte im Nordpazifik über 1.400 Seiwale gefangen. Die Wale, die auf der Roten Liste als stark gefährdet gelistet sind, werden nach der Tötung direkt auf dem Fabrikschiff zerlegt und alle...

... mehr »

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.