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Rubrik: Szene

Kieler Tauchroboter sucht vermissten Airbus AF447

Freitag, 19. Februar 2010, 07:14

Der Tauchroboter ABYSS

Das AUV "ABYSS" bei einem Einsatz im Westpazifik, Foto: IFM-GEOMAR

Neun Monate nach dem Absturz des Air France Airbus AF447 im Atlantik wird die Suche nach dem Wrack Anfang März wieder aufgenommen. Hierzu wurde bereits in der vergangenen Woche das autonome Unterwasserfahrzeit „ABYSS" des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) an Bord eines Airbus A380 exklusiv von der Airbus-Basis Hamburg Finkenwerder nach Bosten geflogen

Hier erfolgen letzte Wartungsarbeiten, bevor das Tauchfahrzeug an die brasilianische Küste transportiert wird, von wo aus die von Airbus und Air France beauftragte Suche beginnen wird. Im Sommer 2009 ist mehrere Monate erfolglos nach den Flugschreibern des am 1. Juni 2009 über dem tropischen Atlantik abgestützten Airbus 330 der französischen Fluggesellschaft Air France gesucht worden. Im März soll nun mit modernster Meerestechnik ein neuer Versuch gestartet werden.

Von Bord der 2009 gebauten „Seabed Worker", einem norwegischen Spezialschiff für Arbeiten in der Tiefsee, das am 12. März zusammen mit dem amerikanischen Off-shore Arbeitsschiff „Anne Candies" von Recife, Brasilien aus in See sticht, werden drei baugleiche autonome Unterwasserfahrzeuge (AUVs) eingesetzt, um die Flugschreiber des Airbus zu finden. Er wird in mehreren Tausend Meter Wassertiefe vermutet. Eines davon ist das Tauchfahrzeug „ABYSS" vom Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR). Das Fahrzeug kann auf einem vorprogrammierten Kurs bis zu 6000 Meter tief tauchen und dabei hochauflösende Kartierungen des Meeresbodens vornehmen. Es ist in der Lage, Objekte von der Größe eines Schuhkartons zu erfassen. Die beiden anderen Unterwasserfahrzeuge werden von den beiden amerikanischen Meeresforschungseinrichtungen Woods Hole Oceanographic Institution, und Waitt Institut zur Verfügung gestellt.

„Wir sind schon seit längere Zeit mit Airbus und Air France bezüglich der neuen Suchaktion in Kontakt und nun sehr zuversichtlich, dass es der Armada von drei Suchfahrzeugen gelingen kann, das Flugzeugwrack und die vermissten Flugschreiber zu orten", erklärt Professor Peter Herzig, Direktor des IFM-GEOMAR. „Das Tauchfahrzeug ABYSS hat bei seinem jüngsten Forschungseinsatz vor der Küste Papua-Neuguineas Ende vergangenen Jahres gezeigt, was in ihm steckt", so Herzig weiter. „Wir wünschen der Mission viel Erfolg, damit die Unfallursache endlich aufgeklärt wird", resümiert Prof. Herzig. Infos: www.ifm-geomar.de.

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