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Rubrik: Umwelt

Klimawandel: Trauminseln in Gefahr

Dienstag, 23. Mai 2017, 09:29

Die Erderhitzung hat schon heute gravierende Folgen für Mensch und Natur weltweit. Doch einige Regionen sind stärker betroffen als andere, zum Beispiel der Inselstaat Fidschi: Steigt der Meeresspiegel weiter an, verlieren die Bewohner dort ihre Heimat

Fidschi, Yasawa Islands

Fidschi, Yasawa Islands, Foto: © M Sundstrom (Fiji, Yasawa Islands,Uploaded by Переход Артур) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

Der Petersberger Klimadialog, der am Montag in Berlin begonnen hat, findet in diesem Jahr auf gemeinsame Einladung Deutschlands und Fidschis statt. Der Inselstaat leitet dieses Jahr die internationalen Klimaverhandlungen. „Wir brauchen dringend konkrete Taten, um die Erderhitzung möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen“, sagt Alfred Ralifo vom WWF Pacific. „Sonst werden nicht nur die Menschen im Pazifik heimatlos. Weltweit leiden die Menschen jetzt schon unter den Folgen der Klimakatastrophe.“

Der Petersberger Klimadialog bietet die Möglichkeit, dass Industriestaaten, die zu großen Teilen für die Erderhitzung verantwortlich sind, und vom Klimawandel besonders betroffene Länder wie Fidschi noch enger zusammenarbeiten. „Diese Möglichkeit gilt es zu nutzen. Uns bleibt keine Zeit mehr, Entscheidungen und Taten länger aufzuschieben“, sagt Kristin Reißig, Referentin für internationale Klimapolitik beim WWF Deutschland. „Alle Länder müssen dazu beitragen, die in Paris beschlossenen Klimaziele einzuhalten. Wir alle stehen in der Pflicht, die besonders gefährdeten Regionen vor dem Untergang zu bewahren. Für Deutschland bedeutet das unter anderem, schnell von der Kohle abzukehren.

Während der UN-Klimagespräche in Bonn, die vergangene Woche zu Ende gegangen sind, hat die internationale Staatengemeinschaft bereits Fortschritte auf dem Weg in eine klimafreundliche Zukunft gemacht. „In Berlin geht es jetzt darum, die Weichen für eine erfolgreiche Klimakonferenz Ende des Jahres zu stellen. Es gilt, Strategien weiterzuentwickeln, wie eine Erderhitzung mit katastrophalen Auswirkungen noch zu vermeiden ist und nachhaltige Entwicklung aussehen kann.“

Nachhaltige Entwicklung bietet große Chancen: Am Dienstag wird die OECD im Rahmen des Klimadialogs einen Bericht zu dem Thema vorstellen, „Investing in Climate – Investing in Growth“. „In dem Bekenntnis zu einer klimasicheren Zukunft liegt ein immenses Potenzial“, sagt Reißig. „Energie aus Sonnen- und Windkraft etwa ist unerschöpflich, günstig und sauber – und damit Grundlage für gesundes Wachstum.“

Zum achten Petersberger Klimadialog vom 22. bis 23. Mai haben Deutschland und Fidschi Minister aus rund 35 Staaten eingeladen. Dabei steht auch die Vorbereitung der UN-Klimakonferenz COP23 auf der Agenda, die unter Fidschis Präsidentschaft im November in Bonn stattfindet.

Infos: www.wwf.de.

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