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Rubrik: Wissenschaft

Korallenbleiche & Co: komplexere Riffsysteme erholen sich schneller

Mittwoch, 31. Mai 2017, 08:48

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Korallenlarven von ihren Eltern abhängig sind. Indem diese Ecken und Kanten im Riff schaffen, helfen sie den Larven, sich auf dem Riff anzusiedeln und und beschädigte Riffe wiederherzustellen – so eine neue Studie, die kürzlich in der Zeitschrift Nature erschienen ist

Komplexe Riffstruktur

Komplexe Riffstruktur im Great Barrier Riff, Foto: © Tane Sinclair-Taylor

„Stürme, Überschwemmungen und Korallenbleichen beschädigen Korallenriffe", erklärt Professor Andrew Baird vom ARC Center of Excellence for Coral Reef Studies an der James Cook University. „Um sich von diesen Ereignissen zu erholen, hängen die Riffe von frei schwimmenden Korallenlarven ab, die an einer harten Oberfläche Halt finden und wachsen und so die Lücken wieder auffüllen."

Korallen-Eier

Korallen-Eier werden ausgestoßen, Foto: © Andrew Baird

Riffe mit ihren Korallenkolonien und Spalten schaffen komplexe Unterwasserstrukturen. Diese komplexen Strukturen führen zu Strömungsturbulenzen und erzeugen Wirbel, die im Wasser treibende Babykorallen einfangen.

„Die Larven können nicht schnell genug schwimmen, um auf eigene Faust zu geeigneten Siedlungsstandorten auf eigene Faust zu gelangen", sagte Prof. Baird. „Korallenlarven hängen von den Strukturen ab, die helfen, diese Wirbel zu formen, sonst sind sie auf See verloren."

Korallenriffe leiden an wiederholten Umweltstörungen, die mit dem Klimawandel einhergehen. „Aus diesem Grund ist es dringend notwendig, unser Verständnis der Mechanismen zu verbessern, die unterschiedlichen Wiederherstellungsszenarien zugrunde liegen", heißt es in der neuen Studie, die im Fachmagazin Nature erschienen ist.

Korallen-Spermien

Korallen-Spermien werden ausgestoßen, Foto: © Andrew Baird

„Wissenschaftler haben bereits nachgewiesen, dass sich komplexere Riff-Lebensräume nach Störungen schneller erholen, aber bis jetzt wussten wir nicht warum das so ist", so Dr. Joshua Madin von der Macquarie University. „Wir sind sicher, dass ein großer Teil dieser verbesserten Erholung einfach daran liegt, dass komplexere Riffstrukturen mehr Larven fangen."

Dr. Madin fügt hinzu, dass neue Technologien, die schnell 3D-Strukturen erfassen können, leicht zu Riff-Monitoring-Programmen hinzugefügt werden können, um die „Riff-Komplexität" zu messen. Management-Maßnahmen, um Riffen zu helfen, sich nach Schäden zu erholen und die Komplexität des Riffs zu schützen, umfassen: Begrenzung der Fischerei und des Tourismus, die die Korallen und die Strukturen um sie herum direkt beschädigen und den Schutz Algen-fressender Fische, die verhindern, dass Algen sich ausbreiten und die Korallen ersticken.

Infos: www.coralcoe.org.au.

Link zur Studie: www.nature.com/articles/s41598-017-02402-y.

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