TauchJournal - abtauchen im netz
RSS-Feed TauchJournal aud Facebook
» News » Szene » Kurzfilm über die Wunder-UW-Welt Tulambens: Eintauchen in eine schweigende Welt?

Rubrik: Szene

Kurzfilm über die Wunder-UW-Welt Tulambens: Eintauchen in eine schweigende Welt?

Samstag, 28. Mai 2016, 10:38

Kein Zweifel, Jacques Cousteau wäre neidisch. Gut, er konnte noch unberührte Riffe mit einer deutlich gesünderen Fischpopulation genießen, allerdings musste er mit einer Fackel als Tauchlampe und einem umgebauten Feuerlöscher als Pressluftflasche abtauchen – eine klare Übertreibung, aber die Tauchausrüstung war doch noch sehr rudimentär

Screenshot

Screenshot „The Not So Silent World", © Evan Sherman

Heute können wir es uns fast nicht mehr vorstellen ohne Computer, ohne schlauchlose Übertragung des Fülldrucks, ohne ultraleichte Regler mit minimalsten Atemwiderstand und komfortablen Tauchanzügen zu tauchen. Und die aktuellen Kamera- und Filmausrüstungen wollen wir gar nicht erst vergleichen; Sie hätten Jacques wohl schlichtweg umgehauen.

Im Zuge der Weiterentwicklung aller Produkte der Tauchindustrie bekommen die UW-Filmer und -Fotografen natürlich immer mehr Möglichkeiten der Darstellung. Bessere Lichtsysteme, größere Sensoren, Bilder in unglaublichen Auflösungen und die dramatisch besseren Optiken ermöglichen Foto- und Videografen fantastische Möglichkeiten in bisher nicht gesehener Qualität.

Der Film „The Not So Silent World“ kombiniert nun alle diese neuen Möglichkeiten und frischen Ideen in der Postproduktion. Es geht nicht nur darum das perfekt Bild zu „schießen“, nein, es geht auch darum wie die unter Wasser eingefangenen Bilder verpackt und präsentiert werden. Die Kombination aus neuen Schnitttechniken und Soundeffekten führen den Besucher zu einem ganz neuen und faszinierenden Blickwinkel in das „Muck Diving“.

Inmitten der ca. 18.000 Inseln Indonesiens verbirgt sich eine etwa fünf Kilometer lange Strecke mit einer schier unglaublichen Artenvielfalt, die Besucher in eine fremde und fast außerirdisch wirkende Welt entführt. Barrakudas, Mantas oder anderen Großfisch darf man hier freilich nicht erwarten. In Tulamben regiert die Welt des „Kleinen“, fast unscheinbaren, aber bei näherem Hinsehen unglaublich schönen Lebens. Die Stars dieser Welt sind teils nur wenige Zentimeter lang und oftmals nur auf den zweiten Blick mit dem freien Auge erkennbar. Der Film taucht ein in diese „Mini-Welt“ und zeigt welche Wunder der Natur sich dem Taucher mit etwas Geduld und gutem Auge erschließen. Also: Film starten, Lautsprecher aufdrehen und genießen …

Über Evan Sherman
Evan Sherman ist Eigentümer von Seasick Productions, einer kalifornischen Multimedia-Agentur, die auf Unterwasseraufnahmen spezialisiert ist. Seasick Productions produziert weltweit – ob im Studio oder outdoor.

Mit dem Film „Bali Close UP" entführt er den Zuseher in eine Welt der farbenfrohen, erstaunlichen, überraschenden und vor allem quicklebendigen Details: Makrotauchen vom Feinsten. In Tulamben im Nordosten der Insel, entstanden Bilder und Sequenzen, die man nur atemberaubend nennen kann. Der Film wurde auf verschiedensten Festivals prämiert u.a. dem World ShootOut Underwater Photo Grand Prix in Germany, Video des Jahres beim ADEX “Voice of the Ocean” Bewerb in Singapur, der “Best of Show” und “Stan Waterman Legacy Award” beim Turquoise Bay International Underwater Film Festival in Roatan.

Seit seinem ersten Tauchgang ist Evan Sherman der UW-Videographie verfallen, obwohl er bereits beim zweiten Tauchgang seines Lebens seine Kamera „geflutet" hat. So lernte er schon mit 19 Jahren eine wichtige Lektion: Leidenschaft ist der Brennstoff des Fotografen, das richtige Werkzeug ermöglicht es, ein Künstler zu sein.
Seine professionelle Ausbildung im Bereich Film und Multimedia machte er später an der California State University in Long Beach. Heute zählen zu seinen Kunden Fernsehsender, etwa 500 Firmen und zahlreiche Auftraggeber aus der Tauchindustrie.

Schlagwörter: , ,

Kurzlink:


TauchJournal-News per Mail abonnieren

RSS-Feed abonnieren RSS-Feed

Diesen Artikel weiterempfehlen:

ANZEIGE Mares

Tiefseebergbau bedroht einzigartige Lebensräume

Dienstag, 4. Juli 2017, 12:02

Tiefseebergbau bedroht einzigartige Lebensräume

Tiefseebergbau würde unweigerlich zum Verlust von Biodiversität führen, der nicht kompensiert werden kann. Das schreiben 15 Meeres- und Rechtswissenschaftler in einem Offenen Brief, der am 26. Juni 2017 in der Zeitschrift Nature Geoscience veröffentlicht wurde Die Regeln für die aufstrebende Tiefsee-Bergbauindustrie – einschließlich Umweltschutzmaßnahmen – werden derzeit von der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA), einem zwischenstaatlichen Gremium, entworfen. Die Autoren des Offenen Briefes verlangen, dass die ISA die Bedrohung für das maritime...

... mehr »

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.