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Rubrik: Umwelt

Massenabschlachtung von Grindwalen auf den Färöer-Inseln

Dienstag, 28. Juli 2015, 09:44

Am 23. Juli 2015 wurden an den sogenannten Tötungsstränden der dänischen Färöer-Inseln etwa 250 Grindwale brutal abgeschlachtet

Abgeschlachtete Grindwale

Nach der grausamen Schlachtung: die Fischer in einem Meer aus Blut, Screenshot: YouTube, Sea Shepherd

Jedes Jahr wiederholt sich ein blutiges Massaker am nördlichen Rand Europas: Die Färinger, die Bevölkerung der zu Dänemark gehörenden Färöer-Inseln, blasen zur Jagd auf Wale. Obwohl die Waljagd durch europäische Richtlinien und internationale Konventionen verboten ist, nutzen die Nachfahren der Wikinger ihren politischen Sonderstatus, um mit der Berufung auf eine alte, überholte Tradition, dem Grindadráp, jedes Jahr bis zu tausend Grindwale und Delphine zu töten.

Der traditionelle Grindadráp ist gesetzlich reglementiert und wird von den lokalen Behörden überwacht und geschützt. Vorgeschriebene Fangzeiten und -quoten gibt es nicht. Vielmehr bestimmen die Wetterbedingungen und die an der Küste vorbeiziehenden Wale den Zeitpunkt der Jagden und die Anzahl der Opfer. Schwerpunkt der Jagd sind daher die Sommermonate Juli und August.

Wenn ein Skipper eine sich nähernde Grindwalschule meldet, entscheiden die Behörden – je nach See und Wetter –, ob ein Walfang möglich ist. Danach verbreitet sich die Nachricht wie ein Lauffeuer, Angestellte erhalten frei und möglichst viele Fangboote eines Ortes werden startklar gemacht. Die sogenannten Grindboote bilden einen Halbkreis, und die Walschule wird mit einem langen Tau, an dem Steine befestigt sind, in eine Bucht getrieben, an einen von insgesamt 17 „Tötungsstränden“ auf den Färöer-Inseln – das alles unter Aufsicht und Schutz der Behörden.

An den Stränden dann beginnt das Abschlachten der Tiere – so auch wieder am 23. Juli 2015 an den Tötungsstränden von Bøur und Tórshavn, begleitet vom Protest von Aktivisten der Tierschutzorganisation Sea Shepherd, die die Massaker im Film festgehalten haben. Drei Sea Shepherd Crewmitglieder wurden festgenommen und zwei weitere inhaftiert, wegen Verteidigung von Walen, die für die Abschlachtung vorgesehen waren.

Neben Sea Shepherd mit seiner „Operation Sleppid Grindini" kämpfen auch der NABU, WDC, GRD und viele weitere Meeresschutzverbände für ein Ende des Walfangs auf den Färöer-Inseln.

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Ein Kommentar

    britt sagt:

    Seid ihr alle stolz auf eine solche Leistung, Tiere abzuschlachten? Einfach erbärmlich und das Königshaus schaut zu, wo lebt ihr eigentlich? Ob das Glück bringen wird im Leben, ist die grosse Frage, glaube nicht. Die Menschheit ist unbelehrbar!!!

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