TauchJournal - abtauchen im netz
RSS-Feed TauchJournal aud Facebook
» News » Wissenschaft » Meeresforschung in Echtzeit: GEOMAR überträgt Wave-Glider-Missionen ins Internet

Rubrik: Wissenschaft

Meeresforschung in Echtzeit: GEOMAR überträgt Wave-Glider-Missionen ins Internet

Samstag, 4. März 2017, 09:05

Ab sofort können alle Interessierten live im Internet verfolgen, wo das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel Wave-Glider einsetzt. Dabei handelt es sich um von Wellenkraft angetriebene Messplattformen, die wochen- oder auch monatelang die Oberfläche der Meere abfahren können. Auf dem Internetportal „GEOMAR Navigator“ sind neben Kursen und Geschwindigkeiten der Geräte auch aktuelle Messdaten aus dem Ozean einsehbar

Wave-Glider

Die Wave-Glider „GEOMAR 2“ (li.) und „MARUM“ kurz vor dem Aussetzen auf dem Arbeitsdeck der „MARIA S. MERIAN“, Foto: © Sarah Kaehlert, GEOMAR

Die Ausdehnung der Ozeane in Fläche und Volumen ist gigantisch. Daten aus ihnen zu erheben und ihren Zustand zu vermessen ist daher eine gewaltige Aufgabe. Mehr und mehr erweitern ferngesteuerte und vorprogrammierte Geräte die Reichweite und die Ausdauer der menschlichen Forschenden. Zu diesen Geräten gehören auch sogenannte Wave-Glider. Angetrieben von der Energie der Wellen können die Surfbrett-ähnlichen Schwimmkörper wochen- oder sogar monatelang bestückt mit unterschiedlichsten Sensoren auf der Oberfläche der Meere kreuzen.

GEOMAR Navigator

Im „GEOMAR Navigator" können Forschende oder einfach interessierte Menschen die Wave-Glider-Missionen verfolgen.

Das GEOMAR verfügt mittlerweile über drei dieser Geräte. Ab sofort können alle Interessierten die Missionen dieser Wave-Glider live online auf der Plattform „GEOMAR Navigator“ verfolgen. Zur Premiere zeigt sie die aktuellen Missionen von zwei Wave-Glidern rund um einen Unterwasserberg nahe der kapverdischen Inseln: https://waveglider.geomar.de/navigator/?p=dashboard&m=SENGHOR&v=0 .

Kurse, Geschwindigkeiten, schon zurückgelegte Strecken, aber auch Wetterdaten, weitere Messwerte und Hintergrundinformationen zu jeweiligen Forschungsprojekten – all diese Daten sind auf dem „GEOMAR Navigator“ einsehbar. „Zuallererst dient die Plattform dazu, dass, wer auch immer eine Wave-Glider Mission leitet, die Missionsparameter jederzeit bequem vom Büro, vom heimischen Sofa oder vom Hotelzimmer aus überwachen kann“, erklärt Programmierer Patrick Leibold aus der Arbeitsgruppe Technologietransfer des GEOMAR, der das Portal entwickelt hat.

„Letztendlich kann aber jeder interessierte Mensch das Portal nutzen, um die Missionen unserer Geräte zu verfolgen“, ergänzt Dr. Warner Brückmann, Leiter des Technologietransfers am GEOMAR. Die beiden Wave-Glider, die derzeit im Einsatz sind, sind Teil einer Expedition des deutschen Forschungsschiffs „MARIA S. MERIAN“. Mit einer ganzen Anzahl unterschiedlicher Geräte will das Team an Bord das Ökosystem rund um den Senghor Seamount, einen Unterwasserberg nördlich der Kapverden-Insel Sal, besser verstehen.

Der Anstoß zur Entwicklung des Portals und die Finanzierung stammen aus einer Kooperation des GEOMAR mit dem Wüstenstaat Oman. Dort soll demnächst der neueste GEOMAR Wave-Glider nach Grundwasseraustritten am küstennahen Meeresboden suchen. „Ziel ist es, ein besseres Verständnis von Süßwassersystemen im Untergrund von Küstenregionen zu erhalten. Für den Oman ist dieses Verständnis von existentieller Bedeutung. Süßwasser ist dort eine sehr knappe und damit umso wichtigere Lebensgrundlage. Eine falsche Bewirtschaftung würde sie bedrohen“, erklärt Dr. Brückmann.

Schlagwörter: ,

Kurzlink:


TauchJournal-News per Mail abonnieren

RSS-Feed abonnieren RSS-Feed

Diesen Artikel weiterempfehlen:

ANZEIGE Mares

Dinge die nicht schief gehen werden – Projekte die klappen müssen

Mittwoch, 22. März 2017, 15:59

693a7697

In meinen neuen Kursen zum Thema „Relaqua“, der bewusste Atem oder der No-Stress Kurs, erzähle ich gerne von der Seins-Orientierung. Die Seinsorientierung ist im direkten Gegensatz zur Defizitorientierung. Ein Beispiel: Wenn ich einen Schüler habe, dessen persönliche Bestleistung im Streckentauchen bei 78m ist und er macht einen Maximalversuch mit dem Ergebnis 93m, dann führt das selten dazu, dass er/sie sich freut. Nein es passiert etwas ganz unrationales – der Schüler...

... mehr »

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.