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Rubrik: Umwelt

Mehr Schutz für heimische Wale

Sonntag, 2. Mai 2010, 08:21

Mrs. Germany Elischeba Wilde hat sich im Deutschen Meeresmuseum in Stralsund über die Bedrohung der Schweinswale in der Ostsee informiert. Neben ihrer Tätigkeit als Model, Moderatorin und Autorin für ein Tauchsport-Magazin, interessiert und engagiert sich Elischeba Wilde für den Schutz von Walen und Delfinen. Ihren Titel und die damit verbundene Bekanntheit möchte die 34-Jährige nutzen, zum Schutz ihrer Lieblingstiere beizutragen

Mrs. Germany im Ozeaneum

Dr. Harald Benke, Dr. Stefan Bräger, Mrs. Germany Elischeba Wilde mit ihrem Ehemann im OZEANEUM Stralsund (v.l.n.r), Foto: C. Rödel

Als prominente Unterstützerin fungiert sie bereits in der Gesellschaft zur Rettung der Delfine. Bei dem Termin im Ozeaneum informierten Dr. Benke, der Direktor des Deutschen Meeresmuseums (DMM), und Dr. Stefan Bräger, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Frau Wilde über die Forschungsarbeit des Deutschen Meeresmuseums und die neuesten Erkenntnisse zur Situation der Schweinswale in deutschen Gewässern.

Im Rahmen der europäischen Walforschertagung im März dieses Jahres in Stralsund wurde durch die Universität Potsdam bestätigt, dass die Population der Ostseeschweinswale, direkt vor unserer Haustür, mit ihrem geringen Bestand stark gefährdet ist. Ebenfalls wurde wissenschaftlich bestätigt, dass der Schall, der bei den Rammarbeiten für die Fundamente von Offshore-Windkraftanlagen entsteht, eindeutig eine Verletzungsgefahr für das Gehör der Meeressäuger birgt. Ohne ihr sensibles Ultraschallgehör können sich die Tiere aber nicht orientieren, ihre Beute nicht orten und müssen verhungern.

Der gesundheitsschädliche Lärm der Rammarbeiten kann durch das Legen von Luftblasenschleiern reduziert werden. Leider wird dies aus Kostengründen kaum gemacht. In der deutschen Nord- und Ostsee wird in den nächsten Jahrzehnten jedoch ständig gerammt werden, wenn die geplanten 5.000 Windkraftanlagen aufgestellt werden. Da bleibt für die Schweinswale kein Raum zum Ausweichen – zumal der Schall unter Wasser bis zu 80 Kilometer weit trägt. Das Deutsche Meeresmuseum fordert zum Schutz der Schweinswale die Verwendung von Blasenschleiern für alle Rammarbeiten. Infos: www.ozeaneum.de.

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