TauchJournal - abtauchen im netz
RSS-Feed TauchJournal aud Facebook
» News » Umwelt » Mekong Delphine stark bedroht

Rubrik: Umwelt

Mekong Delphine stark bedroht

Freitag, 19. August 2011, 07:42

Einem aktuellen Statusreport der Umweltschutzorganisation WWF zufolge, leben im Mekong nur noch 85 Irawadi Delphine. Durch Foto-Identifikation der Rückenflossen, konnten die Einzelindividuen zwischen 2007 und 2010 ermittelt und in Datenbestände aufgenommen werden

Irawadi Delphin

Irawadi Delphin (Orcaella brevirostris), Foto: © F. Trujillo/WWF

Die ohnehin geringe Population könnte durch eine hohe Sterblichkeit der Jungtiere und die Nutzung von Kiemennetzen in der Fischerei in Zukunft weiter schrumpfen, so die Befürchtung des WWF. Der Irawadi Delphin sei damit akut vom Aussterben bedroht.

„Die Zahl der Delphine nimmt weiter ab und nur wenige der Kälber erreichen ein fortpflanzungsfähiges Alter", warnt Stefan Ziegler, WWF-Referent für die Mekong-Region. Der WWF fordert die Regierung von Kambodscha auf, einen rechtlichen Rahmen für den Schutz der bedrohten Spezies zu implementieren. „Es müssen Schutzgebiete ausgewiesen werden, in denen die Nutzung von Kiemennetzen verboten ist", so Ziegler. Ebenfalls wurden in Gewebeproben toter Tiere hohe Konzentrationen an Quecksilber gefunden, das vermutlich aus Goldminen flussaufwärts stammt.

Die Fischereigesetze in Kambodscha und Laos sehen zwar einen Schutz der letzten Delphine vor, die Population schrumpft jedoch weiter. Auf der laotischen Seite gibt es nach WWF-Angaben höchstens noch acht Delphine. Die Irawadi Delphine des Mekongs verbringen ihr gesamtes Leben im Süßwasser und bewohnen einen 190 Kilometer langen Flusslauf des Mekong im Grenzgebiet zwischen Kambodscha und Laos. Der Irawadi Delphin steht auf der Roten Liste der Internationalen Naturschutzunion IUCN und ist akut vom Aussterben bedroht. Infos: www.wwf.de.

Schlagwörter: ,

Kurzlink:


TauchJournal-News per Mail abonnieren

RSS-Feed abonnieren RSS-Feed

Diesen Artikel weiterempfehlen:

ANZEIGE Mares

Untergegangen und vergessen – Die Wracks des Seegefechts bei Helgoland von 1914

Donnerstag, 31. August 2017, 09:08

Kleiner Kreuzer SMS Ariadne (Foto: Sammlung Deutscher Marinebund) Erste wissenschaftliche Untersuchungen an vier versenkten deutschen Schiffen in der Nordsee nach über 100 Jahren angelaufen Helgoland. Es war der 28. August 1914, der für vier Schiffe der Kaiserlichen Marine zum Verhängnis wurde. Der Erste Weltkrieg dauerte gerade knapp vier Wochen, als es nahe Helgoland zum ersten größeren Seegefecht zwischen der deutschen und der britischen Flotte kam. Für die Kaiserliche Marine war...

... mehr »

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.