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Rubrik: Umwelt

Mikronesien: Schutzzonen nutzen Fischen und Fischern

Donnerstag, 4. August 2016, 11:42

Unterhalb der Wellen von Palikir Pass (P-Pass) in Mikronesien, einem der besten Surf-Gebiete im Pazifik, liegt ein neues Schutzgebiet für Fische, das zudem das Überleben der lokalen Fischerei gewährleisten soll

Pohnpei-Atoll

Anflug auf das Pohnpei-Atoll, Foto: © Luiz Rocha

Wissenschaftler aus Australien und Mikronesien sind einen neuen Weg gegangen, Schutzzonen zu definieren. Im Rahmen einer Fallstudie auf der mikronesischen Insel Pohnpei befragten sie zunächst die einheimischen Fischer, welches ihre zehn wichtigsten Fischarten seien; die Antwort der Fischer: Barsche, Seekatzen, Papageifische, Doktorfische, Schnapper und Makrelen. Hinzu kamen noch die schützenswerten Arten Napoleon-Lippfisch und Buckelkopf-Papageifisch.

So stellten die Forscher fest, dass die bestehenden Schutzzonen zu klein waren. Warum war das so? Während einige Fische sich ihr ganzes Leben lang recht ortsnah in einem Radius von nicht mehr als ein paar hundert Metern bewegen, schwimmen andere hunderte Kilometer pro Tag.

Die Forscher berechneten für jede der einzelnen Arten den Bereich, in dem die Fische den größten Teil ihrer Zeit für Fressen und Schlafen verbringen und konnten so im Austausch mit den ortsansässigen Fischern ausreichend große Fischfang-Verbotszonen bestimmen.

Kesdy-Ray LadorePfauen-ZackenbarschKurznasen-Doktorfisch

Die Forscher betonen, dass es wichtig sei, einen Ausgleich zwischen den Interessen der Fischer und denen des Natur-/Umweltschutzes zu finden. Wenn die Fischer sehen, dass sie letztlich von der Einrichtung der Schutzzonen profitieren, da die befischten Arten so überleben können, halten sie sich auch an Fischereiverbote.

Ein Ergebnis der Fallstudie, ist die Gründung der größten Schutzzone der Insel Pohnpei am Palikir Pass, dem Eldorado für Wellenreiter.

Die Forscher haben ihre Ergebnisse in einer Studie publiziert, die kürzlich im Journal of Applied Ecology erschienen ist.

Infos: www.coralcoe.org.au.

Link zur Studie: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/1365-2664.12736/full.

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