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Rubrik: Umwelt

Naturschützer und Wassersportler werden Gewässerretter

Sonntag, 18. September 2016, 09:48

Der Deutsche Kanu-Verband e.V. (DKV), der Deutsche Segler-Verband e.V. (DSV), der Verband Deutscher Sporttaucher e.V. (VDST) und der NABU rufen gemeinsam zu Reinigungsaktionen an Gewässern auf, warnen vor der zunehmenden Bedrohung durch Plastikmüll und haben das Internetportal www.gewässerretter.de gestartet. Hier können Müllfunde gemeldet und Reinigungsaktionen organisiert werden. Darüber hinaus gibt es Informationen rund um den Gewässerschutz

www.gewässerretter.de

Das neue Protal www.gewässerretter.de

Auf der gemeinsamen Website können Wassersportler und Naturliebhaber ab sofort entdeckten Müll dokumentieren und melden. Die gesammelten Daten werden in einer interaktiven Karte dargestellt und liefern wichtige Informationen über die Abfallbelastung der deutschen Gewässer. Darüber hinaus können Reinigungsaktionen organisiert und über soziale Medien beworben, Informationsveranstaltungen eingestellt und praktische Tipps zur Müllvermeidung im Alltag und beim Sport abgerufen werden.

Plastikmüll stellt eine große Gefahr für die Umwelt dar. Jährlich werden mehr als zehn Millionen Tonnen allein von Land in die Weltmeere eingetragen. Millionen Tiere sterben daran. Sie verschlucken Feuerzeuge oder Schraubverschlüsse und verfangen sich in alten Plastiktüten oder Fischernetzen. „Das Problem fängt hier vor unserer Haustür an, ein Großteil des Plastikmülls wird über die Flüsse in die Meere gespült, so trägt der Rhein jährlich mehr als zehn Tonnen Mikroplastik in die Nordsee. Gemeinsam wollen wir ein Zeichen setzen und eine zentrale Anlaufstelle für den Schutz unserer heimischen Meere, Flüsse und Seen vor der zunehmenden Müllgefahr aufbauen“, so die vier Partnerverbände.

Die Plastikvermüllung unserer Umwelt ist eine riesige Herausforderung. Doch wir alle können unseren Beitrag leisten. „Aufräumen ist das eine, noch wichtiger ist aber, dass wir lernen, Müll zu vermeiden, Ressourcen zu schonen und die richtigen gesellschaftspolitischen Signale senden. Hier möchten DKV, DSV, VDST und der NABU gemeinsam voran gehen“, so die Verbände weiter.

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