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Rubrik: Szene

Neues Riesenhai-Modell im Ozeaneum

Samstag, 29. Dezember 2012, 08:24

Eine knapp zehn Meter lange lebensgroße Nachbildung eines Riesenhais fand vor Weihnachten im Ozeaneum Stralsund ihren Platz und beeindruckt die Gäste nun im Eingangsbereich des Nordsee-Aquariums

Riesenhai-Modell im Ozeaneum

Die knapp zehn Meter lange lebensgroße Nachbildung eines Riesenhais empfängt die Gäste im Eingangsbereich des Nordsee-Aquariums, Foto: Ozeaneum Stralsund

Nach der Anlieferung wurde das in einem Transportgestell und mit dicken Folien gesicherte über 500 Kilogramm schwere Haimodell per Kran in das Gebäude gehoben und von 10 Mitarbeitern unter seinen zukünftigen Ausstellungsort geschoben. Bevor das Modell mit Stahlseilen an der Decke befestigt wird, müssen die Gestalter noch ein paar Feinheiten an den Kiemen des zweitgrößten Fisches in den Weltmeeren zu ebener Erde fertigstellen. Dann werden auch die für den Transport entfernten breiten Brustflossen wieder montiert.

Das weit aufgerissene Maul scheint zu Unrecht bedrohlich. Anders als andere Haiarten sind Riesenhaie keine Raubfische. Sie schwimmen mit weit geöffnetem Maul und filtern Kleinstlebewesen aus dem Wasser. Pro Stunde strömen so bis zu zwei Millionen Liter Wasser durch die Kiemenspalten. Einen anschaulichen Vergleich zu dieser Wassermenge erlebt der Besucher wenige Meter weiter: Das Schwarmfischbecken im Ozeaneum fasst 2,6 Millionen Liter.

Auf der Basis einer Unterkonstruktion aus Stahl wurde der Hartschaumkörper in Form geschnitten und so fein bearbeitet, dass selbst kleine Details erkennbar sind. Nach dem Verspachteln und dem Laminieren der Oberfläche folgte die Bemalung. Besondere Sorgsamkeit erforderten Aufbau und Verteilung der Kiemenstruktur. Der gesamte Arbeitsprozess erfolgte in enger Abstimmung mit den Präparatoren des Deutschen Meeresmuseums. So entstand in den Berliner Werkstätten der Firma ixform in zwei Jahren Arbeit eine täuschend echte Nachbildung, die sich bei Modellen anderer Giganten der Meere im Ozeaneum einreiht. Die Ausstellung 1:1 Riesen der Meere wurde gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation Greenpeace umgesetzt. Infos: www.ozeaneum.de.

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