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Sea Explorers

Rubrik: Tauchreisen

Philippinen nach dem Taifun: Spendenaufruf der Sea Explorers

Sonntag, 24. November 2013, 10:03

TauchJournal.de erreichte ein Stituationsbericht mit Spendenaufruf von den Sea Explorers von der Insel Malapascua vom 17. November 2013, den wir in voller Länge veröffentlichen

Sea-Explorers Malapascua

Aufräumarbeiten bei den Sea-Explorers auf Malapascua, Foto: Sophie Secco

Am 8. November in der Früh fegte der Taifun Yolanda/Haiyan mit Rekordgeschwindigkeit über die Philippinen. Zwischen 9:00 und 10:30 Uhr bahnte er sich seinen Weg auch durch den Norden der Insel Cebu und die kleine Insel Malapascua. Von diesem Moment an hatten wir keinen Kontakt mehr zu unseren langjährigen Mitarbeitern auf der Insel. Die Insel ist nur via Boot erreichbar und bis zum 9. November waren die Wasserwege wegen des Taifuns in den Philippinen gesperrt.

Wir, Pascale und Laurent haben gleich beschlossen, dass wir mit einem Minibus gefüllt mit Reis, Wasser, Büchsengut und Desinfektionsmittel in den Norden von Cebu fahren. Wir wussten nicht, was uns erwarten wird, da wir jeglichen Kontakt verloren hatten. Wir waren auf das Schlimmste vorbereitet. Je weiter wir in den Norden der Insel Cebu kamen, desto schlimmer war der Anblick und das Ausmaß der Zerstörung.

Mit einem kleinen Fischerboot waren wir in der Lage, die Hilfsgüter im Dunkeln nach Malapascua zu bringen. Mit Freuden wurden wir von allen Mitarbeitern des Ocean Vida und der Sea Explorers empfangen. Wir waren erleichtert, dass wir ohne größere Probleme nach Malapascua kommen konnten, und natürlich war es für uns eine riesige Erleichterung zu sehen, dass keine Verletzten oder gar Tote auf der Insel zu verzeichnen waren.

Zerstörungen auf Malapascua

Der Taifun hat auf Malapascua massive Zerstörungen hinterlassen, Foto: Sophie Secco

Am nächsten Morgen sahen wir das gesamte Ausmaß der Zerstörung. Wir hatten das Gefühl, in einem Kriegsgebiet zu stehen. Glücklicherweise haben unsere Freunde und Mitarbeiter mit ihren Familien den Supertaifun überlebt. Doch sie haben alles verloren, ihre Häuser sind zerstört, und mit ihnen alles was sie in ihrem Haus hatten. Schätzungsweise 90% der Einheimischen haben ihr ganzes Hab und Gut verloren, und die Ärmsten trifft es wieder mal am härtesten.

Es gibt keine Worte, die erklären können, wie es aussah. Keine Bilder können das Leiden der Bevölkerung beschreiben. Doch die Leute haben nicht aufgegeben. Gleich am nächsten Tag haben sie sich alle zusammen tatkräftig ans Aufräumen gemacht – und das mit einem großen Lachen in Ihrem Gesicht, so wie man es von den Einwohner auf Malapascua gewohnt ist.

Verteilung von Hilfsgütern

Verteilung von Hilfsgütern, Foto: Sophie Secco

Doch trotz all dem Einsatz haben sie keine Möglichkeit, ihre Häuser wieder aufzubauen, da auch die meisten Geschäfte und Businesses zerstört sind und somit keine Arbeit vorhanden ist. Die einzige Möglichkeit die Sie hatten, war, dass sie Wellblechdächer und alte Holzplanken vom Boden aufgesammelt haben und sich eine notdürftige Unterkunft zusammenhämmern konnten. Diese sind aber nur vorübergehend geeignet, da man es den Leuten nicht zumuten kann, dort auf längere Zeit drin zu leben. Ganz besonders nicht in den kommenden Monaten November/Dezember, wo wir erfahrungsgemäß die meisten Regenfälle im Jahr haben.

Aufräumarbeiten

Mitarbeiter von Sea Explorers bei Aufräumarbeiten, Foto: Sophie Secco

5 Tage nach der Katastrophe: Viele Mitarbeiter von Sea Explorers & Ocean Vida arbeiten zusammen am Wiederaufbau
Am Abend des 13. Novembers kam die außerordentlich wichtige Unterstützung durch Sea Explorers auf Malapascua an. Hier wurde eine große Banka in Cebu gemietet und diese mit weiteren wichtigen Hilfsgütern befüllt. Unter anderem wurden 2 Wasseraufbereitungsanlagen mitgeliefert, welche uns seit dem Tag Trinkwasser liefern. Außerdem haben wir einen kleinen Generator erhalten, um unsere Baustelle auch am Abend beleuchten zu können. Zudem wurden 1,5 Tonnen Reis, unzählige Behälter an Trinkwasser, Dosennahrung, Nudeln, Plastikplanen und vieles mehr mitgeliefert. Selbst eine Kettensäge haben wir bekommen, um die Wege, welche durch Palmen versperrt wurden, frei zu bekommen. Auch Worldwide Dive and Sail haben umgehend ihre Hilfe angeboten und ihr Boot am Abend des 12. November mit Lebensmitteln, Werkzeugen und Baumaterial beladen. Somit konnten sie gleich am 13. November den Weg nach Malapascua auf sich nehmen. Diese Unterstützung ist unglaublich hilfreich und wichtig, da die Verteilung und der Transport von Gütern nach den Zerstörungen durch den Taifun „Yolanda"/"Haiyan" erschwert ist. Nochmals ein herzliches Dankeschön an die großzügige Unterstützung der Siren Fleet.

Das Ocean Vida Resort hat seine Gartenzimmer für seine Mitarbeiter, welche Ihre Häuser verloren haben, zur Verfügung gestellt. Für alle Mitarbeiter gab es dreimal am Tag eine Mahlzeit. Außerdem wurden Hilfsportionen gefüllt mit Reis, Sardinen und Nudeln täglich ausgegeben.

Aktuelle Lage im Ocean Vida Beach & Dive Resort
Das Ocean Vida Beach & Dive Resort arbeitet eng mit den Sea Explorers auch beim Wiederaufbau zusammen. Wir haben folgende Pläne: Am 30. November werden wir ein Soft-Opening im Ocean Vida Resort haben. Wir haben die unteren 6 Deluxe-Seaview-Zimmer und die 8 Garten-Zimmer voll funktionsfähig. Die Nachteile sind hier, das wir weiter an dem Dach arbeiten und auch das Restaurant nicht zu 100% funktionsfähig ist. Aber wir werden einen Teil unserer Speisekarte unseren Gästen anbieten – soweit das für uns möglich ist. Am 20. Dezember werden wir voraussichtlich voll operieren können. Alle Zimmer sind bis dahin fertig und voll bezugsfähig. Wenn alles nach Plan läuft, wird bis dahin auch das Restaurant fertig sein, und wir können wie gewohnt den guten Service des Ocean Vida Restaurants anbieten. Die Tauchbasis der Sea Explorers wird ebenfalls am 30. November voll funktionsfähig sein. Wir haben zwar unser größtes Boot, die „Talisin", im Sturm verloren, aber ein neues Boot ist schon gekauft und wird noch diese Woche mit weiteren Hilfsgütern und Baumaterial auf Malapascua ankommen.

Obdachlose Familie

Viele Familien haben ihr Heim verloren, Foto: Sophie Secco

Wir wollen helfen, doch wir brauchen Eure Unterstützung
Wir, Sea Explorers Philippinen (www.sea-explorers.com), sind eine Tauchfirma die seit über 24 Jahren auf den Philippinen tätig sind. Wir betreiben 5 Tauchzenter in den Visayas (Zentralphilippinen) – unter anderm auch ein Tauchcenter in Malapascua. Alle Mitarbeiter von Sea Explorers Malapascua und die von unserem Partnerresort Ocean Vida (Malapascua) sind uns natürlich ans Herzen gewachsen. Wir wissen wie schwer sie diese Katastrophe trifft und wie schwierig es für sie ist, ein neues Haus aufzubauen. Versicherungen gibt es kaum und wenn, dann kann es sich der Durchschnittsbürger nicht leisten.

Bitte helft uns, damit wir den Leuten direkt vor Ort helfen können. Das gespendete Geld wollen wir in Form von Lebensmitteln, Wasser und Baumaterial zum Wiederaufbau der Häuser direkt an die Einwohner von Malapascua weitergeben. Wir wissen euer Vertrauen zu schätzen, und wir garantieren Euch eure Unterstützungen sinnvoll einzusetzen. Mit Informationen und Bildern über die Verwendung der Spendengelder und die Fortschritte werden wir Euch auf dem Laufenden halten. Auf Anfrage werden wir auch einen detaillierten Auszug über die Ausgaben offenlegen.

Für Spenden haben wir ein Konto in der Schweiz eröffnet:

Regiobank Solothurn
Westbahnhofstrasse 11
CH-4500 Solothurn
Switzerland;
IBAN: CH86 0878 5044 4319 9415 1
Swift: RSOSCH22XXX
EURO Account 444.319.94.151
Rolf Muehlemann and Christian Heim (Sea Explorers)
Vermerk: Help Malapascua

Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr uns eure Emailaddresse senden würdet, damit wir euch persönlich über den Verlauf der Hilsgüter informieren können: pascale@sea-explorers.com.

Vielen Dank im Voraus für die spontane Hilfe.
Euer Sea Explorers & Ocean Vida Team

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