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Rubrik: Szene

Pottwale: Walsektionen in Schleswig-Holstein

Mittwoch, 10. Februar 2016, 08:47

Vom 5. bis 7. Februar 2016 hatten die Walforscher des Deutschen Meeresmuseums sowie Präparatoren und Helfer der Tierärztlichen Hochschule Hannover und der Universität Rostock alle Hände voll zu tun: Bei Meldorf in Schleswig-Holstein wurden drei 10 bis 14 Meter lange Pottwalbullen zunächst seziert und anschließend für den Transport nach Stralsund vorbereitet

Waltransport

Die tonnenschweren Pottwale können nur mit schwerem Gerät bewegt werden, Foto: © Konstanze Bergunder

Die anschließenden Entfleischung der Wale konnte nur teilweise vorgenommen werden, da fünf weitere Wale ebenfalls geborgen werden mussten. Zudem erschwerte der eingeschränkte Platz vor Ort die Bergung. Dank der vielen, kräftig mit anpackenden Helfer gingen die Arbeiten aber trotzdem zügig voran.

Ein besonderes Augenmerk lag bei den Arbeiten darauf, die Ohren aller Tiere heraus zu präparieren, um Rückschlüsse auf etwaige Verletzungen ziehen zu können. Diese werden zunächst in Büsum untersucht und dann an die jeweiligen Institute weitergeleitet.

Ziel der Ohren-Untersuchungen ist es, herauszufinden, ob die Tiere aufgrund von Lärmschädigungen die Orientierung verloren haben und dadurch im seichten Wasser der Nordsee gestrandet sind – ein Phänomen, das schon länger bekannt ist und auf das Naturschutzorganisationen immer wieder hinweisen.

Bergung der Walknochen

Mitarbeiter des Deutschen Meeresmuseums bei der Bergung der teilweise entfleischten Walknochen, Foto: © Konstanze Bergunder

So hat zum Beispiel Greenpeace im vergangenen Jahr eine groß angelegte Studie zum Einfluss von Schalluntersuchungen der Ölindustrie auf Wale in der Arktis veröffentlicht – wir berichteten.

Am heutigen Mittwoch, den 10. Februar 2016 werden die drei Wale in Stralsund erwartet. Hier werden sie vollständig entfleischt und für die Sammlungen präpariert.

Infos: www.deutsches-meeresmuseum.de.

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