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Rubrik: Szene

Sonderausstellung „Wasser bewegt" im Schweizer Verkehrsmuseum in Luzern

Dienstag, 7. April 2015, 16:01

Das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern präsentiert vom 2. April bis 18. Oktober 2015 die Sonderausstellung «Wasser bewegt». Gezeigt wird die Mobilität auf und unter dem Wasser

Zweimann-U-Boot

Original Zweimann-U-Boot, Foto: © Pius Koller/Photopress

Das grösste und kleinste zivile U-Boot der Welt laden ein, eine faszinierende Tauchwelt zu entdecken. Auf dem Wasserbecken in der Arena werden zahlreiche Aktivitäten angeboten: Kanu und Kajak fahren, stehend auf einem Surfbrett paddeln oder mit einem Tretschlauchboot Pedalen.

Fast so alt wie der Traum vom Fliegen ist auch der Traum vom Tauchen. Groß ist die Sehnsucht des Menschen, sich an Orten aufzuhalten, die den Göttern oder Tieren mit speziellen Fähigkeiten vorbehalten sind. Seit Jahrhunderten träumten Erfinder von Tauchbooten und vom Leben unter Wasser. Im Jahr 1620 baute Cornelius van Drebbel ein U-Boot aus Holz mit Rudern für 15 Mann. Im 19. Jahrhundert entstanden beachtliche handbetriebene Tauchbootkonstruktionen.

Erstmals präsentiert das Verkehrshaus zwei einzigartige Original-Tauchboote. Das kleinste Zweimann-U- Boot der Welt sowie das grösste jemals gebaute zivile Tauchboot „Mésoscaphe PX-8", der Pionierfamilie Piccard. Beides sind Schweizer Konstruktionen und beide sind für die Besucher zugänglich. Das Piccard-U-Boot ist auch als Forschungsschiff zu bestaunen. Die Familiengeschichte der Piccards sowie verschiedene „Mésoscaphe"-Originalteile (Echolote, Not-Atemgerät und Hauptsteuerventile für Luft und Wasser) ergänzen die Sonderausstellung.

Nautilus-Modell

Besucher im begehbaren „Nautilus"-Modell, Foto: © Pius Koller/Photopress

Begehbare „Nautilus"
Das vielleicht berühmteste U-Boot aller Zeiten ist die „Nautilus" aus dem Abenteuerroman «20.000 Meilen unter dem Meer» von Jules Verne. Das fiktive Tauchboot unter dem Kommando von Kapitän Nemo lädt ein, als begehbares Modell entdeckt zu werden. Ein weiteres spannendes Thema ist das Tauchbootrennen zum Nordpol. Drei „Nautilus"-Modelle schildern die Geschichte dieses Rennens unter Wasser,

Ruhen im Strandkorb
Um 1500 konstruierte Leonardo da Vinci einen Helmtauchanzug aus Leder als Weiterentwicklung antiker Entwürfe. Dabei hielten Korkscheiben den eingearbeiteten Luftschlauch an der Oberfläche. Der Tauchhelm war mit einem Sichtfeld ausgestattet und sollte hauptsächlich militärischen Zwecken dienen. In einer Vitrine ist dessen Weiterentwicklung als komplette Tauchausrüstung aus der Zeit vor den Atemluftflaschen zu betrachten.

Wer ruhen möchte, sitzt in einen Strandkorb und hört sich klassische oder moderne Musikstücke zum Thema Wasser an: von G. F. Händel bis zu den Beatles. U-Boote in der Comic-Welt, ein Meeresdiorama, Kurzgeschichten und eine Schatztruhe lassen die Besucher die Unterwasserwelt entdecken. Am Beispiel des Cartesischen Tauchers wird das Prinzip des Tauchens spielerisch erklärt.

Wracktauchen am Genfersee
Beim Wracktauchen wird nach versunkenen Schiffen und deren Ladung gesucht. Wracktauchplätze finden sich auf der ganzen Welt. Das Auflaufen oder das Sinken in Stürmen sind neben der gewollten Versenkung häufige Ursachen für den Schiffuntergang. Eine eindrückliche Schiffsparade der schönsten Genfersee-Schiffe als Wasserlinienmodelle und die wichtigsten Wrackfunde dokumentieren die Geschichte der Schifffahrt auf dem Genfersee.

Tauchgang zur „Titanic"
Im Verkehrshaus Filmtheater tauchen die Zuschauer zu einem versunkenen Luxusdampfer. Im Dokumentarfilm «Die Geister der Titanic» führt der Regisseur James Cameron verblüffend und lehrreich zu einem der berühmtesten Wracks. In 4.000 Meter Tiefe erforscht die Filmcrew mittels aufwendiger Technik das Wrack der im Jahre 1912 gesunkenen „Titanic". Mit zwei Tauchrobotern besucht das Forscherteam den großen Speisesaal, späht in Luxuskabinen und vergleicht sie mit Fotografien von damals. Mit dem Kamerasystem gelingt es spektakuläre und faszinierende Bilder festzuhalten: Ein Tauchgang in die Tiefen, in die kaum ein Mensch je vorgedrungen ist. Das Tauchkino in der Halle Schifffahrt zeigt Kurzfilme aus der Tauchwelt und über das U-Boot „Mésoscaphe PX-8".

Die Sonderausstellung «Wasser bewegt» kann auch mit separaten Führungen erkundet werden. Diese Angebote können von Gruppen und Schulen auch ausserhalb der Öffnungszeiten gebucht werden. Infos: www.verkehrshaus.ch.

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