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Rubrik: Szene

Spanier bergen Schätze aus Wrack der „Nuestra Señora de las Mercedes“

Donnerstag, 3. September 2015, 09:29

Das Wrack der „Nuestra Señora de las Mercedes“ sorgte im Jahr 2011 international für Aufregung: Die 1804 von britischen Kriegsschiffen vor der Südküste Portugals versenkte spanische Fregatte entpuppte sich als wahres Schatzschiff: Ein Bergungsunternehmen hob Gold- und Silbermünzen im Wert von 350 Millionen Euro, die Spanien erfolgreich vor Gericht einklagte

Der Untergang der „Nuestra Señora de las Mercedes“

Der Untergang der „Nuestra Señora de las Mercedes“, Gemälde von Francis Sartorius (1734–1804), © National Maritime Museum, via Wikimedia Commons

Die „Nuestra Señora de las Mercedes" wurde am 8. Oktober 1804 auf der Fahrt von Montevideo im heutigen Uruguay kurz vor Erreichen des Zielhafens in Cadiz bei einem Feuergefecht mit britischen Schiffen getroffen, explodierte und sank.

2007 hatte die US-Firma Odyssey Marine Exploration aus dem Wrack 17 Tonnen Gold – der größte jemals aus einem Schiffswrack geborgenen Schatz. Als die spanische Regierung auf den enormen Fund aufmerksam wurde, klagte sie auf Herausgabe und gewann schließlich in letzter Instanz vor einem US-Gericht. Im Februar 2012 holten dann die Spanier mit zwei Transportflugzeugen der spanischen Luftwaffe die mehr als 500.000 alten Gold- und Silbermünzen nach Madrid.

Jetzt haben die Spanier erstmals selbst einige wertvolle Schätze aus dem Wrack, das in 1.000 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund liegt, geborgen: eine 80 Zentimeter lange bronzene Kanone, einen goldenen Mörser, einen silbernen Kerzenständer sowie Besteck und Teller aus Silber. Wie das spanische Kulturministerium mitteilte, seien die Gegenstände bewusst geborgen worden, da sie zu versinken drohten. Zudem sollen sie als historische Zeugnisse Aufschluss über das Leben an Bord geben. Vom hölzernen Rumpf des Schiffs sei nichts mehr übrig, hieß es weiter. Dies belegen auch die UW-Filmaufnahmen der Bergung.

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