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Rubrik: Tauchreisen

Thailand: Tauchgänge in Nationalparks müssen zukünftig angemeldet werden

Dienstag, 6. Juni 2017, 09:31

Wie einschlägige Medien berichten, ändert sich für Taucher in den Meeresnationalparks an der Westküste Thailands mit Beginn der Hochsaison im Oktober 2017 Entscheidendes: Tauchgänge müssen dann über eine Online-App vorher angemeldet werden

Andamansee

Tolle Tauchgebiete in der Andamansee, Foto: © Archiv Taucher.Net

Die Anmeldepflicht soll für alle Meeresnationalparks in der Andamanensee gelten. Die Nationalparkbehörde will sich mittels der Anmeldungen einen Überblick über die Zahl der thailändischen und ausländischen Taucher in den einzelnen Schutzgebieten verschaffen.

Grund für diese Maßnahme: In letzter Zeit waren die Nationalparks regelrecht überlaufen, so dass die Behörde eine Störung der Ökosysteme und eine Gefährdung der Meeresbewohner befürchtet. Der Online-App-Service ist Bestandteil des Projekts „National Park 4.0“, mit dessen Hilfe das Management der Nationalparks effektiver gestaltet werden soll. Dabei setzt die Behörde auf neue Technologien und Innovationen, zu denen die Einführung des E-Tickets-Systems gehört.

Zudem schließen auf der Insel Phuket von Mitte Mai bis Mitte Oktober 2017 sämtliche Meeresnationalparks komplett. In dieser Zeit sollen sich Tier- und Pflanzenwelt des Meeres von den Touristenströmen erholen. Die Sperrung wird von Beamten der Parkverwaltung kontrolliert. Auch die Maya-Bucht auf der Insel Ko Phi Phi Leh wird von Juli bis Spetember 2017 geschlossen.

Einordnung: Ernstzunehmende Ankündigung oder Medien-Coup?
Auf Taucher.Net kommt Holger Schwab von der bekannten Tauchbasis „SeaBeas" (Phuket) zu Wort, der die Ankündigungen einordnet. In dem Bericht heißt es zudem, dass es vor Jahren schon einmal die Ankündigung derartiger Maßnahmen gab, ohne, dass davon irgendetwas umgesetzt wurde. Von einer Schließung der Nationalparks ist Holger Schwab zudem – bisher jedenfalls – nichts bekannt. Das Problem der überlaufenen Tauchgebiete liegt seiner Ansicht nach auch nicht an den Tauchern, sondern vielmehr an massenhaft per Speedboat herbeigekarrten Gruppen von Schnorchlern … Fazit des Berichts auf Taucher.Net: „Tauchveranstalter vor Ort vermuten hier wieder ein gut geplantes Medienspektakel, um zu demonstrieren, dass man sich um die Naturressourcen kümmert und um nebenher die Destination mal wieder in den Fokus der Medien zu bringen …"

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