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Rubrik: Tauchreisen

Unter Mantas und Haien in Yap

Montag, 3. August 2015, 09:02

Yap ist fast schon das ideale Klischee eines Südsee-Paradieses und wohl eines der besten Tauchgebiete der Welt. Hier erwarten den Taucher Mantas, Haie und andere Großfische, Barrakudas, kunterbunte Mandarinfische, Thunfische, grandiose Steilwände, kristallklares Wasser sowie gelegentliche Stippvisiten von Delphinen und sogar Walen

Manta vor Yap

Manta vor Yap, Foto: © Daniel Brinckmann

Weltweit nehmen die Bestände der Mantas und Haie in dramatischer Geschwindigkeit ab. Im mikronesischen Yap, 300 Kilometer östlich von Palau, ist das Gegenteil der Fall: Vor fünf Jahren wurde das gesamte Staatsgebiet zum Manta-Schutzgebiet erklärt – mehr als 1.100 Kilometer von Ost nach West und 350 von Nord nach Süd. Davon profitierten nicht nur die großen „Unterwasserflieger“ sondern auch Haie und anderen Großfische.

Gerade die Schutzbemühungen machen besondere Begegnungen immer wahrscheinlicher. So gab es im Frühjahr unmittelbar vor dem Saumriff der Insel regelmäßig Sichtungen von Hochsee- und Tiefwasser-Arten wie Seidenhaien und Silberspitzenhaien. Graue Riffhaie, Schwarzspitzen- und Weißspitzenriffhaie in den Riffkanälen und an „Vertigo" sind da fast schon „Standards“.

Zwischen Anfang November und Mitte Mai sind Begegnungen mit den vor Yap ausgesprochen neugierigen Mantas so gut wie garantiert – das Manta Ray Bay Resort bietet auf Anfrage ein Garantie-Paket, nach dem Motto „Kein Manta – dann gibt’s das Geld für's Tauchen zurück". Solange keine heftigen Westwinde das Außenriff in eine Waschmaschine verwandeln, sind auch die ortstreuen Haie immer in Reichweite. Wann immer die Gäste wollen. Geht nicht, gibt’s nicht.

Haie vor Yap

Haie vor Yap, Foto: © Angelika Heinrichs/Archiv Taucher.Net

Etwa zweitausend Kilometer östlich der Philippinen im Pazifik gelegen, gehören etwa 145 Inseln zu Yap, ein Bundesstaat innerhalb der Föderierten Staaten von Mikronesien, wobei nur die Hauptinseln -Yap Proper- touristisch erschlossen sind. Und selbst das ist relativ. Auf dem 56 Quadratkilometer großen Konglomerat aus vier Inseln, die über Brücken miteinander verbunden sind, gibt es kaum mehr als hundert Hotelzimmer.

Abseits des Dreitausend-Seelen-Städtchens Colonia und der gut ausgebauten Küstenstraße gibt es nur noch vereinzelte Dörfer, die über Jahrhunderte alte Steinpfade im Dschungel miteinander verbunden sind. Mehr als achtzig Prozent der Küste sind von dichten Mangrovenwäldern bedeckt, deren Erkundung mit Kajak und einem ortskundigen Guide des „Manta Ray Bay" ein Pflichtprogramm ist.

Hätte Hotel-Eigentümer und Pionier Bill Acker Mitte der 1980er nicht einen heißen Tipp aus der Tauchsport-Branche bekommen, würde Yap wahrscheinlich bis heute noch im Dornröschenschlaf schlummern. „Du, Bill, so viele Mantas und Haie sind nicht wirklich schlecht" – so oder so ähnlich dürfte sich der augenzwinkernde Kommentar von Szene-Kenner Paul Tzimoulis angehört haben.

Bill Acker vom Manta Ray Bay Resort bietet seit einiger Zeit in Kooperation mit United Airlines günstige Tickets für die Flugverbindungen dienstags und samstags ab Japan via Guam (für Kombinations-Reisen nach Yap und Chuuk) und samstags von Palau nach Yap und retour an. Infos: www.mantaray.com.

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