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Rubrik: Szene

Vor 30 Jahren: das Attentat auf das Greenpeace-Schiff „Rainbow Warrior“

Montag, 7. September 2015, 10:09

Ende eines friedlichen Anti-Atom-Protests: Im Juli 1985 zerreißt eine Explosion das Greenpeace-Schiff „Rainbow Warrior“ im Hafen von Auckland, Neuseeland. Die Spur führt zum französischen Geheimdienst. Jetzt kann man im Internet das Wrack und seine Geschichte erkunden

Rainbow Warrior interaktiv

Interaktive Website: Abtauchen zum Wrack der „Rainbow Warrior"

Die „Rainbow Warrior" wurde vor 30 Jahren durch ein Attentat des französischen Geheimdienstes versenkt. In einer jetzt im Web unter www.rainbow-warrior.info/de verfügbaren interaktiven Erlebniswelt – basierend auf echten Fotos und Videos – kann man jetzt zum Wrack hinuntertauchen, mit Zeitzeugen sprechen und die schockierende Geschichte der „Rainbow Warrior“ selbst erkunden.

Bomben gegen Friedensschiff
Im März 1985 sticht die „Rainbow Warrior“ von Jacksonville in Florida in See, ihr Ziel: über Rongelap und Mejato nach Moruroa im Nordpazifik – eine Protestfahrt gegen die dort stattfindenden Atomtests der Franzosen.

Als der französische Geheimdienst über eine bei Greenpeace eingeschleuste Agentin Wind von der Protestfahrt bekommt, entwickelt dieser einen Plan zur Versenkung des Schiffs. Die Aktion trägt den Codenamen „Operation Satanic“: Die „Rainbow Warrior“ soll durch zwei Haftminen ausgeschaltet werden. Eine Kampfschwimmer-Einheit wird mit Planung und Durchführung des Attentats beauftragt.

Das Wrack der "Rainbow Warrior"

Das Wrack der „Rainbow Warrior", Foto: © Greenpeace

Am Abend des 10. Juli 1985 ist es im Hafen von Auckland schließlich soweit: Zwei Kampfschwimmer befestigen zwei Haftminen an Rumpf und der Propellerwelle der Schiffsschraube der „Rainbow Warrior“. Gegen Mitternacht explodiert die erste Bombe, etwas später die zweite: Wassereinbruch, Schlagseite. Bei dem Anschlag kommt der Greenpeace-Aktivist und Fotograf Fernando Pereira ums Leben.

Frankreich leugnet zunächst die Verantwortung für den Anschlag – vergeblich. Die Beweislage ist erdrückend.

Das Wrack der „Rainbow Warrior“ wird im Dezember 1987 in der neuseeländischen Matauri-Bucht feierlich versenkt. Es wird zum Riff und neuen Lebensraum – bevölkert von Korallen, Seeanemonen, Fischen. So erfüllt sie an ihrer letzten Ruhestätte nun die Bestimmung, für die sie im März 1985 in See stach: Sie ist ein Symbol für Leben und Frieden. Infos: www.greenpeace.de/themen/ueber-uns/der-anschlag-auf-die-rainbow-warrior.

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