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Rubrik: Szene

Weltrekord: Achim Schlöffel ist als erster Mensch durch den Ärmelkanal getaucht

Sonntag, 1. Juli 2012, 17:44

Am 29. Juni 2012, um 04.50 Uhr Ortszeit in Großbritannien hat Achim Schlöffel den Weltrekordversuch von Dover an der britischen Küste aus gestartet. Gegen 14.00 Uhr erreichte er die französische Küste bei Calais und tauchte nach weiteren 160 Minuten Dekompressionszeit wieder an der Wasseroberfläche auf

Achim Schlöffel

Achim Schlöffel ist am 29. Juni 2012 als erster Mensch durch den Ärmelkanal getaucht, Foto: Judith Hoppe

Acht Stunden in Dunkelheit und Kälte sowie circa 50 Kilometer durch strömungsreiches Gewässer, das zudem zu den meist befahrenen Schifffahrtsstraßen der Welt zählt, liegen hinter dem gebürtigen Münchener. Ein komplexes Zusammenspiel aus technisch hochwertigsten Ausrüstungskomponenten, einer logistischen Meisterleistung des Projektteams bei der Planung von Strömung, Navigation und Nautik sowie nicht zuletzt Mut und Durchhaltevermögen des Profitauchers selbst haben das ambitionierte Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss geführt.

Der frischgebackene Weltrekordhalter zeigte sich ob der gelungenen Mission höchst zufrieden: „An dem Versuch, den Ärmelkanal zu durchtauchen, sind schon einige Taucher gescheitert. Mit dem erfolgreichen Tauchgang heute haben wir bewiesen, dass die Technik für anspruchsvolle Explorationstauchgänge weiter entwickelt wurde, es aber dennoch auch auf ein starkes im Team bei der Planung und Logistik und natürlich auch der körperlichen und mentalen Stärke beim Tauchgang selber ankommt."

Die Aspekte, die dem souveränen Tauchprofi am meisten zu schaffen gemacht haben, waren wie erwartet die geringe Sichtweite, die beim Einstieg bei deutlich unter einem Meter lag sowie die Lärmbelästigung durch die Frachter und Tanker, die in der Schiffahrtsrinne über den Weltrekordler hinweggedonnert sind: „Wenn Du unter Wasser die eigene Hand nicht vor den Augen sehen kannst und dabei keine Sekunde die Konzentration verlieren darfst, ist das alleine schon extrem anstrengend. Wenn dann aber noch ein Geräuschpegel auf Dich einwirkt, als würde gerade ein Düsejet direkt neben Deinem Kopf landen oder starten, dann ist das eigentlich unerträglich. Von daher bin ich froh, dass der Tauchgang abgeschlossen ist. Dass die hochempfindlichen, akustischen Systeme der Wale und Delphine, die sich ja per Sonographie verständigen, dadurch erheblich beeinträchtigt werden, konnte ich am eigenen Leib nachvollziehen und ich versichere Ihnen, dieses Erfahrung möchten Sie nicht selber machen." Infos: www.xploreyourlimits.de.

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