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Sea Explorers

Meldungen aus der Rubrik ‘Wissenschaft’ (296)

Unsere Rubrik Wissenschaft bringt euch Neuigkeiten rund um Forschungen zu maritimen und verwandten Themen: Meeresforschung allgemein, Meeresgeologie, Meeresbiologie usw.

Die Tiefsee in Berlin

Sonntag, 20. September 2009, 07:58

Bis 31. Januar 2010 läuft im Museum für Naturkunde Berlin die Sonderausstellung „Tiefsee"

Das Plakat der Ausstellung "Tiefsee"

Das Plakat der Ausstellung "Tiefsee"

Teufelsangler und Vipernfisch; Tintenfische – so riesig, dass sie Walen gefährlich werden können; Seelilien, die vor Millionen Jahren schon auf der Erde lebten; Würmer, die an kochend heißen Quellen in ewiger Finsternis leben: das sind einige der wenigen Dinge, die Forscher mittlerweile der Tiefsee als Geheimnis entrissen haben.
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Rubrik: Szene, Wissenschaft, Schlagwörter: ,

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Mares

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Das Meer hat ein langes Gedächtnis. Als das Wasser im heutigen tiefen Pazifik zuletzt Sonnenlicht erblickte, war Karl der Große Kaiser des Heiligen Römischen Reichs, die Song-Dynastie regierte China und die Oxford University war gerade gegründet. Während dieser Zeit zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert war das Erdklima im Allgemeinen wärmer, bevor sich die Kälte der Kleinen Eiszeit um das 16. Jahrhundert herum einstellte Forscher der Woods Hole Oceanographic Institution...

In der Mekong-Region wurden innerhalb eines Jahres insgesamt 157 neue Arten entdeckt. Das zeigt der neue WWF-Report „New Species on the Block“, der die Ergebnisse und Resultate hunderter Wissenschaftlern aus Laos, Vietnam, Thailand, Myanmar und Kambodscha zusammengetragen hat Insgesamt waren es im vergangenen Jahr drei verschiedene Säugetiere, 23 Fische, 14 Amphibien, 26 Reptilien und 91 Pflanzen, die neu beschrieben wurden. Zwischen 1997 und 2017 wurden damit in dieser Region 2.681...

Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, warum einige eng verwandte Arten eines legendären Rifffisches sehr unterschiedliche Farbmuster haben, während andere sehr ähnlich aussehen Ein Team von Forschern unter der Leitung des ARC Centre of Excellence for Coral Reef Studies an der James Cook University untersuchte die Unterschiede im Erscheinungsbild von 42 Arten des Falterfisches Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Unterschiede in den Farbmustern zwischen zwei eng verwandten Falterfischarten am deutlichsten sind,...

Ostsee in Atemnot

Mittwoch, 16. September 2009, 11:17

Die Ostsee ist nicht nur das zweitgrößte Brackwassermeer weltweit, sie ist auch ein Meer mit ernsten Umweltproblemen. Ab Wassertiefen von 90 bis 110 Metern fehlt jeglicher Sauerstoff. Über 45.000 Quadratkilometer Meeresboden sind komplett sauerstofffrei, mit erheblichen Konsequenzen für die marine Lebewelt

Das Forschungsschiff "ALKOR", Foto: IFM-GEOMAR

Das Forschungsschiff "ALKOR", Foto: IFM-GEOMAR

Am 18. September startet das Kieler Forschungsschiff „ALKOR" zu einer Expedition ins östliche Gotland-Becken, um dort in Wassertiefen von 60 bis 250 Metern den Umsatz beziehungsweise die Verteilung von Stickstoffverbindungen, Phosphaten, Eisen, Mangan und Kohlenstoff bei verschiedenen Sauerstoffkonzentrationen am Meeresboden zu messen und die jeweiligen Auswirkungen auf das Ökosystem zu untersuchen. „Wenn wir die Kreisläufe der Nährstoffe besser verstehen, können wir in Zukunft zum Beispiel besser vorhersagen, wann und warum giftige Blaualgen massenweise in der zentralen Ostsee auftreten", erklärt der wissenschaftliche Fahrtleiter, Dr. Olaf Pfannkuche vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR).
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Rubrik: Umwelt, Wissenschaft, Schlagwörter:

Expedition zu norwegischen Korallenriffen

Montag, 14. September 2009, 07:48

Erst vor wenigen Jahren gerieten sie in den Focus der Wissenschaft. Schon jetzt ist klar: Die Ozeanversauerung im Zuge des weltweiten Klimawandels könnte eine ernsthafte Gefahr für sie darstellen. Die Rede ist von Kaltwasserkorallen, die zum Beispiel vor der Küste Norwegens ausgedehnte Riffe bilden

Das Tauchboot "JAGO" wird vom Forschungsschiff "POSEIDON" aus eingesetzt, Foto. K. Hissmann, IFM-GEOMAR

Das Tauchboot "JAGO" wird vom Forschungsschiff "POSEIDON" aus eingesetzt, Foto. K. Hissmann, IFM-GEOMAR

Das Forschungsschiff „POSEIDON" und das bemannte Tauchboot „JAGO" des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) sind dort derzeit gemeinsam unterwegs. Unter der Leitung des Kieler Meeresbiologen Armin Form untersuchen Biologen, Geologen und Paläontologen aus Kiel, der Schweiz und aus Schweden die komplexe Lebensgemeinschaft der Kaltwasserkorallen.
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Aquashift-Workshop zu den Folgen des Klimawandels

Mittwoch, 9. September 2009, 07:58

Die Erwärmung des Klimas, die Wissenschaftler derzeit beobachten, wird nicht nur für abschmelzende Gletscher und stärkere Unwetter sorgen. Sie könnte auch die Nahrungsnetze in allen Gewässern der Erde, vom Ozean bis zum kleinen Binnensee, entscheidend verändern

Ein Ruderfußkrebs. Seine Larven sind eine wichtige Nahrungsquelle für Fischlarven. Verschieben sich wegen Klimaveränderungen die Wachstumsphasen, könnte diese Nahrunsgquelle für die Jungfische wegfallen, Foto: IFM-GEOMAR

Ein Ruderfußkrebs. Seine Larven sind eine wichtige Nahrungsquelle für Fischlarven. Verschieben sich wegen Klimaveränderungen die Wachstumsphasen, könnte diese Nahrunsgquelle für die Jungfische wegfallen, Foto: IFM-GEOMAR

In wie weit und in welche Richtung das der Fall sein wird, untersucht das Schwerpunktprogramm „Aquashift“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG. Etwa 60 Aquashift-Wissenschaftler aus 17 deutschen Instituten sowie mehrere Kollegen aus dem Ausland treffen sich vom 7. bis 9. September 2009 am Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften IFM-GEOMAR, um Ergebnisse der Arbeiten auszutauschen und die weitere Forschung zu planen. „Aquatische Nahrungsnetze weisen eine hohe Komplexität auf.
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Forschungsprogramm zur Ozeanversauerung

Dienstag, 1. September 2009, 08:01

Kohlendioxid lässt nicht nur die Temperaturen in der Atmosphäre steigen, sondern auch die Ozeane saurer werden. Die weitreichenden Folgen für Organismen – von winzigen Einzellern über Korallen und Fischen bis hin zu Walen – werden nun fieberhaft erforscht. Mit BIOACID übernimmt Deutschland eine Vorreiterrolle in der internationalen Meeresforschung

Bioacid-Logo

Federführend für das Projekt ist das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel. BIOACID – der Name ist Programm. Die Bezeichnung des neuen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 8,5 Millionen Euro geförderten Verbundprojekts kommt von der englischen Abkürzung für Biological Impacts of Ocean ACIDification. Der Begriff umschreibt die zwei großen Schwerpunkte: „ACID" ist der englische Begriff für Säure und „BIO" steht für Biologie, also die Lebewesen im Meer. Am 1. September nehmen über 100 Wissenschaftler und Techniker aus 14 Partnerinstitutionen sowie einem Unternehmen aus dem Bereich der Sensortechnologie ihre Arbeit in BIOACID auf. Professor Ulf Riebesell, Meeresbiologe am IFM-GEOMAR und Koordinator des Verbundprojekts, freut sich auf die Herausforderung: „Mit BIOACID wird der hohe Stellenwert der Klimafolgenforschung in Deutschland deutlich, in diesem Fall die Auswirkungen auf die Ozeane und seine Bewohner. Mit dieser Förderung können wir ganz neue Wege in der Erforschung eines hochaktuellen Themas bestreiten."
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Rubrik: Umwelt, Wissenschaft, Schlagwörter:

Neue Einblicke in den Meeresboden

Dienstag, 11. August 2009, 07:53

Drei Wochen lang waren Meeresforscher vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) mit dem Forschungsschiff „Poseidon" vor dem Nil-Delta unterwegs, um Schlammvulkane am Grund des Mittelmeers genau zu untersuchen. Dabei setzten sie erstmals von einem deutschen Forschungsschiff aus eine neue Technik zu Erkundung des Meeresbodens ein: die vollständige 3-D-seismische Vermessung

3D-Vermessung des Schlammvulkans North Alex, Grafik: IFM-GEOMAR

3D-Vermessung des Schlammvulkans North Alex, Grafik: IFM-GEOMAR

Konzentriert arbeiten mehrere Männer mit Schutzhelmen und Schwimmwesten auf dem Achterdeck des Kieler Forschungsschiffes „Poseidon". Sie legen Schwimmer und Scherbretter zurecht, die über Stahltrossen und Kabel miteinander verbunden sind. Was auf den ersten Blick wie das Fanggeschirr eines Fischtrawlers anmutet, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als ein brandneues System zur Erkundung des Meeresbodens. Das Prinzip: An einem quer zur Fahrtrichtung hinter dem Schiff geschleppten Kabel hängen bis zu 25 parallele Ketten mit Druckaufnehmern, sogenannten Hydrophonen. Während das Schiff genau definierte Positionen abfährt, erzeugt ein Luftpulser unter Wasser Schallwellen. Diese Schallwellen durchqueren das Wasser und gelangen durch den Meeresboden in den Untergrund.
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