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Sea Explorers

Meldungen aus der Rubrik ‘Wissenschaft’ (304)

Unsere Rubrik Wissenschaft bringt euch Neuigkeiten rund um Forschungen zu maritimen und verwandten Themen: Meeresforschung allgemein, Meeresgeologie, Meeresbiologie usw.

CO2 Reduzierung durch künstlichen Auftrieb im Ozean?

Dienstag, 16. Februar 2010, 15:13

Vom Klimamodell simulierte zusätzliche Erwärmung im Jahr 2100 (in Grad Celsius), die durch einen vorübergehenden künstlichen Auftrieb im grün umrandeten Gebiet über den Zeitraum 2011-2060 verursacht wird, Quelle: IFM-GEOMAR.

Es klingt ganz einfach: Künstliches Hochpumpen von nährstoffreichem Wasser an die Meeresoberfläche verstärkt das Algenwachstum, die Algen nehmen dabei Kohlendioxid auf und transportieren es beim Absinken mit in die Tiefe. Ein internationales Forscherteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) stellte diesen „Geo-engineering" Ansatz jetzt in Computersimulationen mit einem Erdsystemmodell auf den Prüfstand. Ergebnis: Der Nutzen dieser Behandlung für den Klimapatienten Erde ist begrenzt und die Nebenwirkungen können erheblich ausfallen

Dass erhebliche Anstrengungen notwendig sind, um die Auswirkungen des vom Menschen verursachten Klimawandels noch in einem vertretbaren Rahmen zu halten, ist mittlerweile unstrittig. Wie man die Konzentrationen der klimaschädlichen Spurengase, insbesondere Kohlendioxid, am besten reduziert, ist Thema zahlreicher Forschungsprojekte. Neben einer bisher nicht durchsetzbaren nachhaltigen Verringerung der Emissionen sind inzwischen auch verschiedene großtechnische Verfahren in der Diskussion, die den CO2-Anstieg in der Atmosphäre oder zumindest die globale Erwärmung bremsen sollen. In solchen Ansätzen, die unter dem Schlagwort „Geo-engineering" zusammengefasst werden, gibt es auch Ideen, wie man mehr Kohlendioxid im Ozean binden und langzeitlich speichern kann. Eine neue Methode, die mit Hilfe künstlicher Pumpen nährstoffreiches Wasser aus den Tiefen der Weltmeere an die Oberfläche bringen und so mehr CO2 im Wasser binden könnte, wurde jetzt von einem internationalen Forscherteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) auf ihre Wirksamkeit hin untersucht.
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Rubrik: Umwelt, Wissenschaft, Schlagwörter:

Vortrag über das Schicksal der Korallenriffe

Samstag, 30. Januar 2010, 12:43

Das Schicksal der Korallenriffe – über dieses Thema hält der israelische Experte für Ozeanversauerung Prof. Dr. Jonathan Erez am 4. Februar eine öffentliche Vorlesung in der Kunsthalle zu Kiel. Der Vortrag ist Teil eines fünftägigen Gastaufenthaltes von Professor Erez am Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR)

Prof. Dr. Jonathan Erez, Foto: privat

Seit Jahren messen Wissenschaftler eine beunruhigende Veränderung in den Ozeanen: Weil sie ungefähr ein Drittel des von Menschen produzierten Kohlendioxids aufnehmen, sinkt der ph-Wert des Meerwassers, das heißt es wird saurer. Das könnte für Korallenriffe wie das Great Barrier Reef vor Australien oder auch Kaltwasserkorallen vor der Küste Norwegens eine ernsthafte Bedrohung werden. Der weltweit erste Wissenschaftler, der sich im Rahmen seiner Forschung an Korallenriffen auch mit dem Thema Ozeanversauerung befasst hat, ist der israelische Ozeanograf Professor Jonathan Erez. Vom 1. bis 5. Februar ist der weltweit bekannte Experte zu Gast am Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR).
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Seesterne: Klimaretter oder Klimaopfer?

Mittwoch, 13. Januar 2010, 13:13

Während ihres Lebens produzieren Seesterne Kalk (CaCO3 = Kalziumkarbonat) und binden dabei Kohlenstoff aus der Wassersäule. Wenn sie sterben, lagert sich dieser am Meeresboden ab: Echinodermata (Stachelhäuter), zu denen Seesterne oder Seelilien gehören, spielen offenbar eine viel größere Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf als bisher vermutet

Seestern, Foto: Stephanie Pohl, Sabrina Warnk, Alena Gall

Auf der anderen Seite sind sie durch die zunehmende Ozeanversauerung – eine Folge des von Menschen verursachten CO2-Ausstoßes – gefährdet. Ihr Einfluss auf das gesamte marine Ökosystem ist somit nicht zu unterschätzen. In einer in der Fachzeitschrift “Ecology Monographs” erschienenen Studie legt eine internationale Forschergruppe unter Leitung des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel erste Einschätzungen vor und fordert, den Beitrag der am Meeresboden lebenden Organismen zum globalen Kohlenstoffzyklus neu zu bewerten.
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Rubrik: Umwelt, Wissenschaft, Schlagwörter: ,

Eisendüngung im Ozean: Fluch oder Segen?

Dienstag, 15. Dezember 2009, 16:02

Eisendüngung gilt als eine mögliche Maßnahme des sogenannten Geoengineering, um mehr Kohlendioxid im Ozean zu binden und somit die Auswirkungen des vom Menschen verursachten Klimawandels zu mildern

Sandsturm über dem Ostatlantik. Im Staub enthaltenes Eisen ist ein natürlicher Dünger, der zur Planktonvermehrung und verstärkten Aufnahme von CO2 führt, Foto: NASA

Sandsturm über dem Ostatlantik. Im Staub enthaltenes Eisen ist ein natürlicher Dünger, der zur Planktonvermehrung und verstärkten Aufnahme von CO2 führt, Foto: NASA

Eine großflächig angelegte Eisendüngung ist allerdings sehr umstritten, da deren Effizienz und mögliche Auswirkungen auf das Meeresökosystem noch wenig erforscht und daher sehr unsicher sind. Eine interdisziplinäre Studie Kieler Wissenschaftler, die im Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft" zusammenarbeiten, fordert die Forschungsarbeiten zur Eisendüngung fortzusetzen, um das Potential der Methode für das Geoengineering besser einschätzen zu können. Nach Ansicht der Forscher sind die dafür notwendigen Eisendüngungsexperimente sowohl unter völkerrechtlichen als auch naturwissenschaftlichen Gesichtspunkten vertretbar.
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Rettungsringe für den Golfstrom?

Donnerstag, 26. November 2009, 07:29

Das Golfstromsystem ist bekannt für seinen Beitrag zum milden Klima Nordeuropas. Seit geraumer Zeit befürchten Ozeanographen und Klimaforscher, dass seine Stärke durch den Klimawandel allmählich abnehmen könnte

Temperaturen und Strömungen in 450 m Tiefe des hochauflösenden Kieler Computermodells (Momentanaufnahme), Grafik: IFM-GEOMAR

Temperaturen und Strömungen in 450 m Tiefe des hochauflösenden Kieler Computermodells (Momentanaufnahme), Grafik: IFM-GEOMAR

Unerwartete Hilfe liefern möglicherweise die Meeresströmungen südlich von Afrika: Wissenschaftler vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) und der Universität Kapstadt haben entdeckt, dass der Agulhasstrom mehr salzreiches Wasser in den Atlantik transportiert. Dieses könnte dazu beitragen, das Golfstromsystem zu stabilisieren. Die Studie erschien am 26. November in der Fachzeitschrift Nature.
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Kurs Süd: mit dem Tiefseesegler auf Datenfang

Samstag, 24. Oktober 2009, 08:05

Meeresforscher vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR), Kiel brechen am Wochenende mit dem deutschen Forschungsschiff „Meteor" zu einer vierwöchigen Expedition in den tropischen Atlantik auf. Dort untersuchen sie die komplexen Strömungssysteme im tropischen Ostatlantik sowie die Auswirkungen der Veränderungen im Sauerstoff- und im Nährstoffgehalt auf Kleinstlebewesen im Ozean

Das Forschungsschiff "Meteor" auf See, Foto: Peter Linke, IFM-GEOMAR

Das Forschungsschiff "Meteor" auf See, Foto: Peter Linke, IFM-GEOMAR

Einen ganzen Monat lang werden rund 30 Meeresforscher aus vier Ländern unter Leitung des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) den tropischen Nordatlantik erkunden. Mit dem deutschen Forschungsschiff „Meteor" starten sie am 25. Oktober von den Kapverdischen Inseln gen Süden, überqueren einmal den Äquator und kehren auf fast demselben Wege wieder zurück. An Bord haben sie verschiedene hochmoderne Messinstrumente: rosettenförmige Kranzwasserschöpfer, frei fallende Sonden und kilometerlange Stahlseile, an denen verschiedene Sensoren befestigt sind. Sie messen Temperatur, Salzgehalt, Sauerstoff und Strömungsverlauf, werden entweder für längere Zeit an einer Stelle am Meeresboden verankert oder kurzzeitig vom Schiff ins Wasser gelassen. Eine kleine Attraktion unter den hochmodernen Messinstrumenten ist der Gleiter, ein ferngesteuerter Tiefseesegler. Einmal ausgesetzt, „fliegt" er eigenständig durch den Ozean, sammelt Daten und schickt sie über Satellit nach Kiel.
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Schluss mit der Datenwüste Ozean

Freitag, 2. Oktober 2009, 12:26

Auf dem Festland gehören sie längst zum wissenschaftlichen Standard: Messstationen, die Klimadaten sammeln und das Wechselspiel zwischen der Atmosphäre und dem Planeten dokumentieren. Nun gibt es sie auch für den mobilen Einsatz auf dem Ozean

Prof. Dr. Andreas Macke mit dem Mikrowellenradiometer in der neuen Messstation OCEANNET-Atmosphere, Foto:Maike Nicolai, IFM-GEOMAR

Prof. Dr. Andreas Macke mit dem Mikrowellenradiometer in der neuen Messstation OCEANNET-Atmosphere, Foto:Maike Nicolai, IFM-GEOMAR

Der Prototyp OCEANET-Atmosphere wurde federführend vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) zusammen mit dem Leipziger Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (IfT) im Rahmen des Verbundprojektes OCEANET entwickelt und steht kurz vor seinem ersten Einsatz.
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Abtauchen im Dienste der Wissenschaft

Donnerstag, 24. September 2009, 13:03

Seit 1997 bietet die TU Bergakademie Freiberg eine deutschlandweit einmalige akademische Weiterbildung an: Studierende aller Fachrichtungen können sich im Rahmen des Studiums Generale zum wissenschaftlichen Taucher ausbilden lassen. Höhepunkt und Abschluss ist die große Tauchexkursion, die in diesem Jahr wieder auf die italienische Insel Panarea führte

Taucher bei Temperaturmessungen vor Panarea, Foto: TU Bergakademie Freiberg

Taucher bei Temperaturmessungen vor Panarea, Foto: TU Bergakademie Freiberg

Am 3. November 2002 wurden östlich der Äolischen Insel Panarea Italien starke Gaseruptionen beobachtet. Nur wenige Wochen später, am 28. Dezember 2002, kam es zu einem heftigen Ausbruch des benachbarten Vulkans Stromboli, was ein Abrutschen der Nord-West-Flanke zur Folge hatte. Circa 20 Mio. m³ Gestein rutschten ins Meer und verursachten eine Tsunami-Welle, welche starke Zerstörungen an den Küsten von Stromboli und den benachbarten Inseln verursachte. Die zeitliche Koinzidenz war ein Hinweis auf eine gemeinsame Magmenkammer der beiden Vulkane Stromboli und Panarea.
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Rubrik: Wissenschaft, Schlagwörter:

Die Tiefsee in Berlin

Sonntag, 20. September 2009, 07:58

Bis 31. Januar 2010 läuft im Museum für Naturkunde Berlin die Sonderausstellung „Tiefsee"

Das Plakat der Ausstellung "Tiefsee"

Das Plakat der Ausstellung "Tiefsee"

Teufelsangler und Vipernfisch; Tintenfische – so riesig, dass sie Walen gefährlich werden können; Seelilien, die vor Millionen Jahren schon auf der Erde lebten; Würmer, die an kochend heißen Quellen in ewiger Finsternis leben: das sind einige der wenigen Dinge, die Forscher mittlerweile der Tiefsee als Geheimnis entrissen haben.
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Ostsee in Atemnot

Mittwoch, 16. September 2009, 11:17

Die Ostsee ist nicht nur das zweitgrößte Brackwassermeer weltweit, sie ist auch ein Meer mit ernsten Umweltproblemen. Ab Wassertiefen von 90 bis 110 Metern fehlt jeglicher Sauerstoff. Über 45.000 Quadratkilometer Meeresboden sind komplett sauerstofffrei, mit erheblichen Konsequenzen für die marine Lebewelt

Das Forschungsschiff "ALKOR", Foto: IFM-GEOMAR

Das Forschungsschiff "ALKOR", Foto: IFM-GEOMAR

Am 18. September startet das Kieler Forschungsschiff „ALKOR" zu einer Expedition ins östliche Gotland-Becken, um dort in Wassertiefen von 60 bis 250 Metern den Umsatz beziehungsweise die Verteilung von Stickstoffverbindungen, Phosphaten, Eisen, Mangan und Kohlenstoff bei verschiedenen Sauerstoffkonzentrationen am Meeresboden zu messen und die jeweiligen Auswirkungen auf das Ökosystem zu untersuchen. „Wenn wir die Kreisläufe der Nährstoffe besser verstehen, können wir in Zukunft zum Beispiel besser vorhersagen, wann und warum giftige Blaualgen massenweise in der zentralen Ostsee auftreten", erklärt der wissenschaftliche Fahrtleiter, Dr. Olaf Pfannkuche vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR).
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