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Rubrik: Umwelt, Wissenschaft

Aquashift-Workshop zu den Folgen des Klimawandels

Mittwoch, 9. September 2009, 07:58

Die Erwärmung des Klimas, die Wissenschaftler derzeit beobachten, wird nicht nur für abschmelzende Gletscher und stärkere Unwetter sorgen. Sie könnte auch die Nahrungsnetze in allen Gewässern der Erde, vom Ozean bis zum kleinen Binnensee, entscheidend verändern

Ein Ruderfußkrebs. Seine Larven sind eine wichtige Nahrungsquelle für Fischlarven. Verschieben sich wegen Klimaveränderungen die Wachstumsphasen, könnte diese Nahrunsgquelle für die Jungfische wegfallen, Foto: IFM-GEOMAR

Ein Ruderfußkrebs. Seine Larven sind eine wichtige Nahrungsquelle für Fischlarven. Verschieben sich wegen Klimaveränderungen die Wachstumsphasen, könnte diese Nahrunsgquelle für die Jungfische wegfallen, Foto: IFM-GEOMAR

In wie weit und in welche Richtung das der Fall sein wird, untersucht das Schwerpunktprogramm „Aquashift“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG. Etwa 60 Aquashift-Wissenschaftler aus 17 deutschen Instituten sowie mehrere Kollegen aus dem Ausland treffen sich vom 7. bis 9. September 2009 am Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften IFM-GEOMAR, um Ergebnisse der Arbeiten auszutauschen und die weitere Forschung zu planen. „Aquatische Nahrungsnetze weisen eine hohe Komplexität auf.

Erste Studien zeigen schon, dass insbesondere Systeme, die durch andere Faktoren wie Überfischung oder Umweltverschmutzung schon gestört und belastet sind, durch die Klimaveränderungen aus dem Gleichgewicht geraten können", erklärt Prof. Ulrich Sommer, Leiter des Forschungsbereiches Marine Ökologie am IFM-GEOMAR und gleichzeitig Koordinator des Programms.Im Rahmen von Aquashift untersuchen Wissenschaftler alle Typen von Gewässern: Meere, Seen und Flüsse. „Es ist das einzige koordinierte Programm in Deutschland, in dem Meeres-Ökologen und Experten für Binnengewässer zusammenarbeiten", betont Prof. Sommer. Besonderes Gewicht wird auf die Verschiebung jahreszeitlicher Aktivitäts- und Wachstumsmuster gelegt und daraus resultierende Konsequenzen für das Gesamtökosystem. Mehr Infos gibt's auf der Homepage des Schwerpunktprogramms Aquashift.

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