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Rubrik: Umwelt

Australisches Hochwasser ist Gefahr für Great Barrier Riff

Dienstag, 11. Januar 2011, 07:56

Verschmutztes Wasser aus überfluteten Farmen und Städten entlang der Küste des australischen Bundesstaates Queensland kann nach Befürchtungen der Umweltschutzorganisation WWF eine verheerende Wirkung auf das Great Barrier Riff haben. Das gesamte Ökosystem – von den Korallen bis hin zu den Meeresschildkröten und Seekühen – könnte davon betroffen sein

Great Barrier Reef

Schnorchler am Great Barrier Riff, Foto: © evilaff - Fotolia.com

„Sobald sich die Wassermassen zurückziehen und ins Meer ablaufen, wird es entlang des Riffs zu einer dramatischen Verschlechterung der Wasserqualität kommen", warnt Nick Heath vom WWF Australien. Die mit geschwemmten Sedimente seien durch Giftstoffe verunreinigt und aufgrund ihres hohen Gehalts an Stickstoff und Phosphor schädlich für das empfindliche Ökosystem.

„Die aktuellen Hochwasser sind größer, schmutziger und dadurch gefährlicher als in der Vergangenheit", so Nick Heath. Das liege an der Abholzung von Wäldern, Überweidung und exzessiver Landnutzung. Hierdurch könne bei starken Regenfällen vom Boden weniger Wasser aufgenommen werden, was die Fluten anschwellen lasse und die Erosion verstärke. Zusätzlich würden die Wassermassen verunreinigt, wenn sie sich mit der aktuellen zerstörerischen Wucht ihren Weg durch menschliche Siedlungen suchten. Um die Auswirkungen künftiger Hochwasser für das Riff und die Menschen vor Ort abzumildern, fordert der WWF die Renaturierung von Waldgebieten in Überflutungsregionen des Fitzroy River und im Murray-Darling-Becken, dem größten zusammenhängenden Flusssystem Australiens.

Der Wiederaufbau in den betroffenen Gebieten müsse, so der WWF, ökologisch nachhaltig gestaltet werden. Nur so könnten die Auswirkungen zukünftiger Hochwasser für den Menschen, aber auch für die Natur und das Great Barrier Riff abgemildert werden. „So dramatisch und tragisch die aktuelle Flut auch ist, sie birgt die Chance auf einen nachhaltigen Neuanfang in sich. Ein besseres Management und eine modernes Konzept für Farmen könnten Risiken minimieren und zugleich die Produktivität steigern." Infos: www.wwf.de.

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