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Rubrik: Tauchreisen

Dänemark: das Wrack der „Aerosund" als künstliches Riff

Montag, 18. Januar 2016, 10:17

Im Oktober 2014 wurde in der dänischen Ostsee im Südfünischen Inselmeer in der Nähe von Svendborg das alte Fährschiff „Aerosund“ versenkt. Seither ist es ein beliebter Tauchspot: Zeit, zu schauen, wie sich das Wrack nach einem Jahr auf dem Ostseegrund präsentiert

Wrack der "Aerosund"

Das Wrack der „Aerosund" ist inzwischen komplett bewachsen, Foto: © Lars S. Kirkegaard

Zum beliebten Tauchplatz macht die „Aerosund“ ihre für Taucher komfortable Lage: nur wenige hundert Meter vom Ufer entfernt, liegt sie in etwa 18 bis 19 Metern Tiefe auf dem sandigen Grund, ragt bis in sechs Meter Tiefe auf und ist durch große Öffnungen relativ leicht zu durchtauchen. Am Schiff wurden zwei Bojen an schweren Eisenketten verankert, die einen leichten Einstieg ermöglichen.

Taucher haben das Wrack nach der Versenkung regelmäßig betaucht und Veränderungen festgestellt. Etwa nach einem halben Jahr, im Frühling 2015, präsentierte es sich äußerlich unverändert. Auch die als Ballast mit versenkte Sandladung im Rumpf des Schiffes war noch am Platz und nicht fortgespült. Diese stabilisiert eine aufrechte Lage des Wracks auf dem Sandgrund. Anfang Juni 2015 zeigte sich ein vorsichtiger erster Bewuchs des Wracks.

Zur Überraschung der Taucher war das Wrack im August 2015 bereits recht stark bewachsen und einige berichteten von reichlich Fischen, die sie bei Morgentauchgängen beobachtet hatten.

Inzwischen ist das Wrack vollständig bewachsen, eingehüllt in einen Mantel aus Muscheln und Algen und mit der UW-Umgebung verschmolzen. Der Boden ist mit Schlick bedeckt, den Taucher leicht aufwirbeln können. Daher ist jetzt beim Durchtauchen Vorsicht geboten.

Tauchbetrieb
Es gibt einige saisonale Anbieter in der näheren Umgebung, die die „Aerosund“ ansteuern. Die nächste Tauchbasis liegt in Odense und bietet ganzjährig Tauchgänge zum Wrack an (www.diving2000.dk). In der Umgebung gibt es weitere Schiffswracks, die allerdings manchmal aufgrund der Strömung schwer zu betauchen sind.

Wrack der „Aerosund"

„Aerosund": Treppenaufgang mit Seestern, Foto: © Lars S. Kirkegaard

Wenig mehr als eine Stunde entfernt allerdings lockt einer von „Deutschlands" besten Tauchplätzen: der Kleine Belt zwischen Fünen und Jütland. Zweimal am Tag bei Stauwasser wird er zu einem der besten Tauchplätze in Dänemark. Viele Deutsche tauchen dort regelmäßig an den Wochenenden, da es immer möglich ist, einen geschützten Ort zu finden. Es gibt ein großes Gebiet, das für Taucher eingezäunt ist und in dem mehrere Tauchplätze mit großen Steinen gebaut wurden, die als künstliche Riffe dienen. Infos zum Tauchen im Kleinen Belt gibt’s unter: www.divingdenmark.com.

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