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Rubrik: Wissenschaft

Die Anwesenheit großer Raubfische lässt Baby-Fische leichter atmen

Dienstag, 3. Mai 2016, 18:46

Forscher des ARC Centre of Excellence for Coral Reef Studies an der James Cook University und der University of Glasgow haben herausgefunden, dass physiologischer Stress denen Jungfische ausgesetzt sind, sich in der Anwesenheit von großen Raubfischen um mehr als ein Drittel reduzieren kann, da diese kleinere, mittelgroße Raubfische verschrecken

Zwergbarsch

Ein junger Zwergbarsch, Foto: © CE. Mirbach

„Frühere Studien haben bewiesen, dass der Anblick von großen Raubtieren, die Aktivitäten mittelgroßer Raubfische reduzieren kann", so Maria del Mar Palacios, Hauptautor der Studie. „Unsere Studie ist die erste, die zeigt, dass eine derartige Aktivitätseinschränkung der mittelgroßen Raubfische stark genug ist, um indirekt den Jungfischen eine Stressreduktion um mehr als 35% zu erlauben."

Die Forscher setzten junge Ambon Demoiselles einer Kombination aus optischen und Duftreizen von großen und mittleren Raubfischen aus. Das Verhalten und die Sauerstoffaufnahme der Fische – als Indikator für Stress – erlaubten den Forschern Rückschlüsse auf die kaskadierenden Effekte, die die Raubfische in der Nahrungskette auf die Jungfische im Great Barrier Riff haben.

Das Ergebnis: Nur in Gegenwart von mittelgroßen Raubfischen waren die Baby-Fische sehr verängstigt. Die physiologische Belastung verschwand jedoch, wenn ein großer Räuber hinzu kam, der wirksam die Aktivitäten der mittelgroßen Räuber unterdrückte. Ähnlich wie beim Menschen dürfte eine Reduktion des physiologischen Stresses auch bei den Fischen die Fitness und das Wohlbefinden steigern. So können sie mehr Energie in Nahrungsaufnahme und Wachstum investieren.

Die Forscher warnen: Wenn der Raubbau an den großen Meeresraubtieren, wie etwa Haien, anhalten sollte, könnten sich kleinere Raubfische explosionsartig vermehren und die Jungfische nicht nur fressen sondern zudem die überlebende Population extremem Stress aussetzen.

Infos: www.coralcoe.org.au.

Link zur Studie: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/1365-2656.12523/full.

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