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Rubrik: Wissenschaft

Forschungsschwerpunkte für die Arktis festgelegt

Montag, 29. Februar 2016, 09:34

Die führenden internationalen Arktis-Forschungsorganisationen haben gemeinsame wissenschaftliche Ziele für die kommende Dekade festgelegt. Auch die indigenen Völker der Arktis waren in den Prozess eingebunden. Unter Federführung des am Alfred-Wegener-Institut in Potsdam angesiedelten International Arctic Science Committee (IASC) legen sie jetzt einen Bericht vor, der den Weg für eine gemeinsam konzipierte, lösungsorientierte Forschung zur nachhaltigen Entwicklung der Arktis und darüber hinaus beschreibt

Eisbär auf dem arktischen Meereis

Eisbär auf dem arktischen Meereis, Foto: © Mario Hoppmann

Die Arktis ist die Region der Erde, die auf Klimaänderungen am stärksten und schnellsten reagiert. Was in der Arktis passiert, bleibt allerdings nicht in der Arktis. Die Abnahme der Meereisbedeckung, das Tauen von Permafrost, Schnee und Gletschern haben Auswirkungen auf das globale Klimasystem. Zusätzlich führen zunehmende wirtschaftliche und geopolitische Interessen in der Arktis nicht nur zu Veränderungen in der Arktis selbst, sondern weit darüber hinaus. „Das Ziel der Wissenschaft muss es sein, Wissen zu generieren und an Entscheidungsträger zu vermitteln, um auf diese Veränderungen vorbereitet zu sein und nicht nur darauf zu reagieren“, sagt Dr. Volker Rachold, IASC Geschäftsführer am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar-und Meeresforschung.

Der wissenschaftliche Bericht wird Anfang März bei dem Gipfeltreffen der Arktisforscher, der Arctic Science Summit Week – ASSW, in Fairbanks (Alaska) vorgestellt. Neben den Fragen und Schwerpunkte zeigt er auf, wie die Wissenschaft diese Fragen angehen soll. „Im Entwicklungsprozess der wissenschaftlichen Ziele haben sich eindeutig drei Hauptschwerpunkte für die zukünftige Arktisforschung herauskristallisiert, sagt Rachold. Der erste Schwerpunkt ist es, die Rolle der Arktis im globalen Klima-, Wirtschafts- und geopolitischen System genauer zu erforschen. Zweitens haben die Wissenschaftsorganisationen bessere Modelle und Prognosen zur zukünftigen Klimaentwicklung in der Arktis und den Auswirkungen auf arktische Ökosysteme auf die Agenda geschrieben. Drittens müsse die Verletzlichkeit aber auch die Belastbarkeit der arktischen Umwelt und Gesellschaft als wissenschaftliche Grundlage zur nachhaltigen Entwicklung der Arktis besser verstanden werden.

Eine wesentliche Schlussfolgerung der Studie war, dass zur Erreichung dieser Ziele sowohl die indigene und lokale Bevölkerung der Arktis, als auch andere Interessengruppen in die Formulierung wissenschaftlicher Fragen eingebunden werden müssen. „Wir beschreiben den Weg für eine gemeinsam konzipierte, lösungsorientierte Forschung zur nachhaltigen Entwicklung der Arktis und darüber hinaus“, fasst IASC-Generalsekretär Rachold zusammen.

Infos: http://icarp.iasc.info/.
Link zum Abschlussbericht in englischer Sprache (PDF-Datei).

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