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Rubrik: Wissenschaft

Freiwasser-Versuch: neue Hai-Erkennungstechnologie im Test-Einsatz

Montag, 7. November 2016, 10:08

Angesichts der jüngsten Haiangriffe vor der Nordküste von New South Wales in Australien wurde eine neuartige Haifisch-Erkennungssonaranlage in einer Kinderstube Weißer Haie vor Port Stephens installiert

Funktionsprinzip der "Smarten Boje"

Das Funktionsprinzip der „Smarten Boje", Grafik: © University of Technologie Sydney

Das System, „Clever Buoy“ (Clevere Boje) genannt, wurde entwickelt, um an Stränden küstennah vor Haien zu warnen. Es nutzt Sonar-Technologie, um die charakteristischen Bewegungsmuster der Haie zu erkennen und dann die zuständigen Behörden per SMS zu benachrichtigen. Im vergangenen Sommer hat sie einen Versuch am Bondi Beach absolviert, der sich als vielversprechend erwies.

Während des laufenden Versuchs vor Port Stephens wird das Gerät auf seine Zuverlässigkeit geprüft. Zu diesem Zweck wurden sechs Videokameras im Wasser versenkt, um herauszufinden, ob die „Clever Buoy“ in der Lage ist, jeden einzelnen Hai, der vorbeischwimmt, zu erkennen und auch, ob sie tatsächlich Haie von großen Fischen zu unterscheiden vermag.

„Wenn das System effektiv und zuverlässig funktioniert, könnte man eine Reihe der ‚Clever Buoys' an den Stränden installieren und diese so mit einem Sonar-Netz abdecken. Wenn ein Hai in die abgedeckte Zone einträte, könnte dies den Rettungsschwimmern gemeldet werden, die dann zu entscheiden hätten, was zu tun wäre – z.B. den Küstenabschnitt für Wassersportler zu sperren.", so Professor William Gladstone von der University of Technology in Sydney. „Dies wäre eine Möglichkeit, die Wassersportler zu schützen, ohne die Haie umzubringen oder zu verletzen wie dies bei Lösungen mit Hainetzen oder Drum-Lines zwangsläufig passiert.“

Eine weitere Studie soll im Aquarium von Sydney durchgeführt werden, um herauszufinden, ob die „Clever Buoy“ anhand der spezifischen Bewegungs- und Schwimmmuster einzelne Haiarten unterscheiden kann.

Infos: www.uts.edu.au.

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