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Rubrik: Umwelt

Großbritannien: Mikroplastik in 50 Delphinen, Robben und Walen

Donnerstag, 25. April 2019, 17:21

Forscher der University of Exeter und des Plymouth Marine Laboratory, unterstützt von Greenpeace Research Laboratories, untersuchten 50 tote Tiere von zehn Arten von Delphinen, Robben und Walen. In allen Tieren fanden sie Mikrokunststoffe (kleiner als 5 mm). Ihre Ergebnisse haben die Forscher jetzt in einer Studie in der Zeitschrift Nature veröffentlicht

Großer Tümmler

Großer Tümmler, Foto: © NASA [Public domain], via Wikimedia Commons

Zu den gefundenen Kunststoffen gehörten synthetische Fasern, die aus Quellen wie Kleidung, Fischernetzen und Zahnbürsten stammen können, sowie Fragmente, die von Lebensmittelverpackungen und Kunststoffflaschen stammen können.

„Es ist schockierend aber nicht überraschend, dass jedes Tier Mikrokunststoffe aufgenommen hat. Wir wissen noch nicht, welche Auswirkungen die Mikrokunststoffe oder die Chemikalien auf und in diesen Kusntstoffen auf Meeressäuger haben können. Es bedarf weiterer Forschung, um die möglichen Auswirkungen auf die Tiergesundheit besser zu verstehen", so Sarah Nelms von der University of Exeter, Leitautorin der Studie.

„Es ist bedenklich, dass bei jedem einzelnen getesteten Meeressäuger Mikrokunststoffe in seinem Verdauungssystem gefunden wurden, und es zeigt das Ausmaß der Plastikverschmutzung in unseren Meeren. Regierungen und Großunternehmen müssen ihre Anstrengungen darauf konzentrieren, den Einsatz und die Verschwendung von Kunststoffen drastisch zu reduzieren, um die Kunststoffverschmutzung in unseren Flüssenm und Ozeanen einzudämmen", erläutert Louise Edge von Greenpeace UK.

„Eine Studie nach der anderen zeigt, dass Meerestiere auf der ganzen Welt Kunststoffe mit einer beunruhigenden Geschwindigkeit zu sich nehmen. Kunststoffe wurden am tiefsten Punkt des Ozeans, dem Marianengraben, und in abgelegenen Gewässern der Antarktis gefunden. Und es sind nicht nur Meerestiere, die die Auswirkungen von Kunststoffen spüren; sie wurden in unserem Leitungswasser, unserer Nahrung und sogar in der Luft, die wir atmen, nachgewiesen. Unternehmen, die weiterhin endlos billige Kunststoffe produzieren, sind an der Zerstörung unserer Erde beteiligt. Es ist an der Zeit, unsere Abhängigkeit von Wegwerfkunststoffen für immer zu beenden", appelliert Kate Melges von Greenpeace USA.

Link zur Studie: https://www.nature.com/articles/s41598-018-37428-3.

Infos: https://www.exeter.ac.uk.

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