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Rubrik: Umwelt

Japan tötet erneut 333 Wale in der Antarktis

Sonntag, 2. April 2017, 08:54

Die japanische Walfangflotte ist nach mehr als vier Monaten auf See ist von ihrer umstrittenen jährlichen Jagd zurückgekehrt. Unter dem Deckmantel der Forschung töteten die Walfänger 333 Zwergwale, davon 155 männliche und 178 weibliche Tiere. Die internationale Walschutzorganisation WDC fordert ein Ende der Jagden

Japanischer Walfänger

Japanischer Walfänger, Foto: © Mark Votier/WDC

Die Waljagden finden seit Jahren trotz internationaler Proteste von Wissenschaftlern, Regierungen und der Öffentlichkeit statt. Im Jahr 2014 hatte der Internationale Gerichtshof (IGH) entschieden, dass das damalige antarktische Walfangprogramm Japans illegal war, da es nicht den Vorgaben der Internationalen Walfangkommission (IWC) entsprach. Auch für das Folgeprogramm hat Japan keine Zustimmung der IWC.

Im Januar 2017 hatte die Europäische Union in einem offiziellen Brief ihre Sorge über Japans Vorgehen ausgedrückt. Das Schreiben hob den Mangel an wissenschaftlicher Rechtfertigung für die Waljagden hervor und kritisierte auch die Entscheidung Japans, in diesem Jahr mit einem neuen Programm weiterhin auf Forschungsjagden im Nordpazifik zu gehen. Die nächste Vollversammlung der IWC findet 2018 statt, somit haben die Mitglieder keine Zeit, die Pläne und ihren wissenschaftlichen Wert im Voraus angemessen zu überprüfen und zu bewerten.

„Wir haben das starke Statement der EU sehr begrüßt, jetzt wollen wir jedoch Taten sehen", sagt Astrid Fuchs, Programmleiterin bei WDC. „Die EU verhandelt derzeit ein Freihandelsabkommen mit Japan. Wir fordern, den Walfang zu einem Thema in der nächsten Gesprächsrunde zu machen, die in im April in Tokio stattfinden wird. Es sollte kein Abkommen geben, bis Japan seinen Walfang endlich stoppt und sich an internationale Vereinbarungen hält. "

In der Saison 2015/16 hatten Japans Walfänger 333 Zwergwale getötet, über 90% der Weibchen waren schwanger. Der wissenschaftliche Wert der Jagden wird auch vom IWC-eigenen wissenschaftlichen Ausschuss in Frage gestellt und von der Internationalen Union für Naturschutz (IUCN) stark kritisiert.

Infos: www.whales.org.

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