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Rubrik: Umwelt

Kampf dem Plastikmüll: Jetzt sind die Flüsse dran

Donnerstag, 31. Oktober 2019, 11:25

Die niederländische gemeinnützige Organisation The Ocean Cleanup, die zur Zeit Schlagzeilen mit Systemen zum Fischen von Plastikabfall im Pazifik macht, stellte jetzt einen Prototypen zur Reinigung von mit Plastik verunreinigten Flüssen vor

Ocean Cleanup Interceptor

Der Ocean Cleanup Interceptor im Einsatz in Malaysia, Foto: © The Ocean Cleanup

Erhebliche Mengen des im Ozean treibenden Kunststoffabfalls gelangen über unsere Flüsse dorthin – bis zu 2,4 Millionen Tonnen jährlich. Zehn Flusssysteme der Welt transportieren rund 90 Prozent des weltweiten Kunststoffabfalls, das jedes Jahr aus Flüssen ins Meer gelangt – acht davon liegen in Asien.

The Ocean Cleanup konnte zuletzt erste Erfolge beim Fischen von Meeresmüll verkünden – wir berichteten. Jetzt präsentierte die Organisation ein Abfangsystem mit dem Namen „Ocean Cleanup Interceptor", das Plastikmüll aus den Flüssen bergen soll. Nach vier Jahren Entwicklung sind jetzt vier Systeme einsatzbereit, von denen zwei bereits Plastikmüll in Flüssen in Indonesien und Malaysia eingefangen haben. Das dritte System soll für den Einsatz im Mekongdelta in Vietnam eingesetzt werden, ein weiteres wird für einen Einsatz im Río Ozama in der Dominikanischen Republik vorbereitet.

Jedes dieser mit Sonnenenergie betriebenen Systeme kann laut Angaben von The Ocean Cleanup etwa 50.000 Kilogramm Müll pro Tag sammeln. Der Plan ist, die Technik innerhalb von fünf Jahren auf 1.000 Flüssen weltweit einsetzen zu können. „Wenn wir das schaffen, können wir unsere Ozeane wieder sauber bekommen“, so Boyan Slat, Gründer von The Ocean Cleanup.

Das System „Ocean Cleanup Interceptor" ist umweltfreundlich und zu 100 Prozent solarbetrieben. Integrierte Lithium-Ionen-Batterien ermöglichen es, Tag und Nacht ohne Lärm und Abgase zu arbeiten. Das System ist am Flussbett verankert, um den natürliche Strömung zum Auffangen des Kunststoffs zu nutzen, und ist für den 24/7-Autobetrieb ausgelegt, wodurch gefährliche manuelle Arbeiten entfallen. Die schwimmende Barriere, mit der der Müll in das System geleitet wird, erstreckt sich nur über einen Teil des Flusses. Sie stört andere Schiffe nicht, und beeinträchtigt weder die Sicherheit noch die Bewegung von Wildtieren – kritische Anforderungen beim Einsatz in großen Flüssen. Ein mit dem Internet verbundener Bordcomputer überwacht die Leistung, den Energieverbrauch und den Zustand der Komponenten des Systems.

Infos: https://theoceancleanup.com.

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