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Rubrik: Umwelt

Korallenbleichen bedrohen die Vielfalt der Rifffische

Dienstag, 17. April 2018, 11:58

Neue internationale Forschungen unter der Leitung der Doktorandin Laura Richardson vom ARC Centre of Excellence for Coral Reef Studies an der australischen James Cook University zeigen, dass Korallenbleichen nicht nur die Korallen selbst schädigen, sondern auch die Vielfalt der Fische in diesen wertvollen Ökosystemen reduzieren können

Korallenbleiche

Klimabedingte Korallenbleichen sind die größte Bedrohung für Korallenriffe. Wie hier gezeigt, gibt es am Moore Reef nach anhaltender Hitzebelastung im März 2017 am Great Barrier Riff ausgedehnte Bleiche von Hart- und Weichkorallen, Foto:: © ARC CoE for Coral Reef Studies/Ciemon Caballes

Die Studie wurde von Forschern der James Cook University und der Lancaster University, Großbritannien, durchgeführt, die 16 Riffe vor Lizard Island im nördlichen Teil des Great Barrier Riffs untersuchten. Die Anzahl und Arten der Korallen- und Fischarten wurden vor, während und nach der verheerenden Massenbleiche von 2016 untersucht.

„Die weit verbreiteten Auswirkungen von Hitzestress auf Korallen waren Gegenstand vieler Diskussionen innerhalb und außerhalb der Forschungsgemeinschaft. Wir lernen, dass einige Korallen empfindlicher auf Hitzestress reagieren als andere, aber auch Rifffische reagieren unterschiedlich auf diese Störungen", so Richardson, Hauptautorin der Studie.

„Die Fischansammlungen werden durch den Verlust der Korallenbedeckung infolge von Bleichvorgängen erheblich beeinträchtigt, und einige Fische sind empfindlicher als andere", ergänzt Co-Autor Prof. Nick Graham von der Lancaster University.

Der Verlust von Korallen betraf einige Fischarten mehr als andere. Nach dem Bleichvorgang verzeichneten die Forscher einen starken Rückgang der Vielfalt der Fischgemeinschaften. Fische, die stark von verzweigten Korallen abhängig sind, wie z.B. Falterfische, gingen am stärksten zurück.

„Vor der Massenbleiche 2016 beobachteten wir signifikante Unterschiede in der Anzahl der Fischarten, dem Fischreichtum insgesamt und der funktionellen Vielfalt zwischen den verschiedenen Fischgemeinschaften. Sechs Monate nach dem Bleichereignis ging diese Vielfalt jedoch fast vollständig verloren", sagt Co-Autor Dr. Andrew Hoey.

Auch bekannt als „biotische Homogenisierung", wird diese Tendenz zur individuellen und gemeinschaftlichen Ähnlichkeit zunehmend als eine der drängendsten, aber weitgehend unerkannten Biodiversitätskrisen weltweit angesehen.

Infos: www.coralcoe.org.au.

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