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Rubrik: Szene

Letzte Reise für Pottwal-Skelett von Stralsund nach Münster

Montag, 22. Oktober 2012, 08:27

Am Dienstag, den 16.Oktober 2012, ging ein 2011 vor Pellworm gestrandeter Pottwal von Stralsund auf seine letzte Reise nach Münster. Mit schwerer Technik wurden die gereinigten Skelettteile in das LWL-Museum für Naturkunde in Münster transportiert

Pottwal-Skelett

Die Präparatoren Werner Beckmann und Markus Ramft (l.) verladen die in Stralsund gereinigten Wirbel des Pottwal-Skeletts für die Fahrt nach Münster, Foto: Deutsches Meeresmuseum

In den vergangenen Monaten befreiten die erfahrenen Präparatoren des Deutschen Meeresmuseums das Skelett des Pottwalbullen von letzten Fettresten und unterstützten so die Münsteraner Kollegen.

Begleitet von einem Kamerateam des WDR wurde der rund 700 Kilogramm schwere Pottwalschädel per Kran auf einen LKW verladen. Einzelne Wirbel und weitere Skelettteile wurden von Hand in Kleintransporter und Container verpackt. Zu dieser Aktion kamen die Präparatoren des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) Werner Beckmann und Markus Ramft noch einmal eigens an den Sund, auch wenn das Einsammeln der nicht leichten Knochenteile für sie erneut harten körperlichen Einsatz bedeutete. „Wir dürfen wieder einmal in Stralsund sein", freuten sich die Münsteraner Präparatoren über den beruflichen Aufenthalt an der Ostseeküste.

Im LWL-Museum für Naturkunde soll das Pottwalskelett die erst kürzlich eröffnete Ausstellung „Riesen der Meere" erweitern. Bislang wird die Sonderausstellung in Münster von großem Publikumsinteresse begleitet, wie die Münsteraner bei den Reisevorbereitungen ihres neuen Exponats berichten. „Seit der Eröffnung vor drei Wochen kommen täglich bis zu 3.000 Besucher, um die spektakuläre Ausstellung zu sehen", erklärt Werner Beckmann. Das Skelett des Pellwormer Pottwals wird im November die Schau ergänzen und soll einen auf den Meeresboden gesunkenen Pottwal „wie auf einem Totenbett" zeigen. Damit greift das Museum in Münster das Dekorationsmotiv im 2,6 Millionen Liter fassenden Schwarmfischbecken des OZEANEUMs auf, in dem ebenfalls ein Pottwal symbolisch seine letzte Ruhe gefunden hat. Infos: www.ozeaneum.de.

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