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Rubrik: Biologie

Meeresströmungen unterstützen Blauhaie bei ihrem Abstieg in die Tiefe

Dienstag, 13. August 2019, 16:56

Blauhaie nutzen große, wirbelnde Meeresströmungen, um ihren Weg in die Tiefe zu beschleunigen und sich in der ozeanischen Dämmerungszone zu ernähren – eine Schicht des Ozeans, die zwischen 200 und 1.000 Metern tief liegt und die größte Fischbiomasse der Erde enthält

Blauhaie

Blauhaie gelten als „fast bedrohte" Art, da der Druck auf die Populationen auf der ganzen Welt stark ist, Foto © Nuna Sá

Forscher markierten mehr als ein Dutzend Blauhaie vor der US-Nordostküste und überwachten sie neun Monate lang. Die Sender gaben die Daten über Satellit an die Forscher weiter und zeigten, dass die Haie einen Großteil ihrer Tage damit verbracht hatten, in diesen wirbelnden warmen Wassermassen bis in die Dämmerungszone des Ozeans zu tauchen – Hunderte von Metern unter der Oberfläche. Dort verbrachten sie etwa eine Stunde damit, nach Nahrung wie kleinen Fischen und Tintenfischen zu suchen, bevor sie an die Oberfläche zurückkehrten, um sich aufzuwärmen, bevor sie wieder tauchten.

Die Tauchgänge waren nachts seltener, wenn viele Tiere der Dämmerungszone ihre tägliche Wanderung an der Oberfläche machen, um sich dort zu ernären. Camrin Braun, Meeresökologe an der University of Washington (UW) und Hauptautor der neuen Studie, die jetzt in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wurde, sagt, dass ein abendliches Abtauchen der Haie sich einfach nicht lohne. Das Verhalten der Blauhaie, so Braun weiter, ähnle im Allgemeinen denen von Weißen Haien, die das Team in einer früheren Studie im vergangenen Jahr beobachtet hat. Bei der Wassertemperatur hatten die beiden Arten jedoch unterschiedliche Vorlieben. Weiße Haie, die warmblütige Tiere sind, nutzten eine Kombination aus Warm- und Kaltwasserwirbeln als „Fahrstuhl“ zur Dämmerungszone, während die kaltblütigen Blauhaie ausschließlich Warmwasserwirbel nutzen.

„Blauhaie können ihre Körpertemperatur nicht intern regulieren, um wärmer zu bleiben als das umgebende Meerwasser, wie es Weiße Haie können", so Braun. „Wir denken, dass sie deshalb eine klare Präferenz für die Warmwasserwirbel zeigen – es beseitigt eine thermische Einschränkung beim Tieftauchen."

Blauhaie gelten als „fast bedrohte" Art, da der Druck auf die Populationen auf der ganzen Welt stark ist. Die neue Forschung hilft, wichtige Wissenslücken darüber zu schließen, wohin sie wandern und warum. Zudem unterstreicht die Studie die Bedeutung der ozeanischen Dämmerungszone als kritische Biomasse-Ressource.

„Die Dämmerungszone ist anfällig für Überfischung", erklärt Simon Thorrold, Koautor der Studie. „Wenn wir in dieser Zone minderwertige Fische auf Kosten von hochwertigen Fischen wie Blauhaien und anderen pelagischen Raubtieren ernten, ist das wahrscheinlich kein guter Kompromiss."

Infos: https://www.whoi.edu.

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