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Rubrik: Umwelt

Mehr als 8.500 Kilogramm Müll beim Internationalen Küstenputztag gesammelt

Donnerstag, 11. Oktober 2018, 08:15

2018 befreiten so viele Gewässerretter wie nie zuvor Strände an Nord- und Ostsee, Flüsse und Seen im Rahmen des Internationalen Küstenputztags von Müll. Die Aktiven des NABU und der großen Wassersportverbände sammelten insgesamt 8.510 Kilogramm Abfälle

Plastikmüll

Plastikmüll am Sylter Strand, Foto: © Olaf Klodt

Gefunden wurden vor allem Lebensmittelverpackungen aus Kunststoff, Zigarettenkippen, kleine Plastik-Bruchstücke, Kronkorken und Glas. Trotz der alarmierenden Zahlen steigt die Plastikproduktion jedes Jahr unvermindert an und noch mehr Plastikabfälle werden in die Umwelt freigesetzt. Weltweit sterben jedes Jahr mehr als eine Million Seevögel und 135.000 Meeressäugetiere an den tödlichen Zivilisationsresten. Nach einer „Science“-Studie aus dem Jahr 2015 gelangen jedes Jahr bis zu 13 Millionen Tonnen Plastikmüll ins Meer.

Um künftig zu verhindern, dass Müll ins Meer gelangt, sind entschlossene Weichenstellungen von Seiten der Politik notwendig. Dazu zählen die Etablierung einer effektiven Kreislaufwirtschaft, die Förderung von Mehrwegsystemen, bessere Ressourceneffizienz und die Langlebigkeit von Produkten.

Seit sieben Jahren ruft der NABU zum Mitmachen beim „International Coastal Cleanup Day“ auf. Seit 2016 betreibt der NABU gemeinsam mit dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST), dem Deutschen Segler-Verband und dem Deutschen Kanu-Verband die Internet-Plattform www.gewässerretter.de. Dort können Aktionen geplant und beworben werden. Die Aktion – zu Deutsch „Internationaler Küstenputztag“ – startete 1986 als Initiative engagierter Meeresschützer in Texas. Sie hat sich mittlerweile zur weltweit größten ehrenamtlichen Aktion für den Meeresschutz entwickelt. Allein im Jahr 2017 sammelten weltweit rund 800.000 Freiwillige etwa 1.700 Tonnen Müll in Form von fast 21 Millionen Fundstücken von den Stränden.

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